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Hirtentäschel - Das vergessene Küchenkraut

(BZfE) - Das Hirtentäschel mit seinen herzförmigen Früchten ist eine unscheinbare Pflanze. Wer das Kraut für die Küche entdeckt, wird von seinen kulinarischen Qualitäten begeistert sein. Die jungen Blätter haben einen würzig-scharfen Geschmack, der an eine Mischung aus Kresse und Meerrettich erinnert. Das setzt in Suppen, in Eierspeisen und im Kräuterquark interessante Akzente.

Für einen Salat werden die Blätter zu gleichen Teilen mit Feldsalat gemischt. Hinzu kommen klein geschnittene hart gekochte Eier, geröstete Kürbiskerne und ein Dressing aus Olivenöl, Weinessig, Naturjoghurt, Senf, Salz und Pfeffer. Die leichte Schärfe der Kapselfrüchte bringt Pep auf das Butterbrot und dient in Gemüsepfannen als Pfefferersatz. Die kleinen Samen können wie Senf gemahlen und als Gewürz verwendet werden.

Das Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris) gehört zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler. Das ein- bis zweijährige Kraut erreicht eine Höhe von bis zu 40 Zentimetern und bildet in Bodennähe Rosetten aus länglichen, löwenzahnähnlich gelappten Blättern. Die kleinen, weißen Blüten sitzen in Trauben am Ende des aufrechten Stängels und sind ebenfalls essbar. Die außergewöhnlichen Früchte haben dem Hirtentäschel seinen Namen gegeben: Sie sind platt und umgekehrt herzförmig, was wohl an die Umhängetaschen von Hirten aus früheren Zeiten erinnert. Die Pflanze ist sehr genügsam und wächst auf Wegen, selbst zwischen Pflastersteinen, am Ackerrand, auf Schutthalden und in Gärten.

Die ideale Erntezeit für das Hirtentäschel ist das Frühjahr. Pflücken Sie die jungen, zarten Blätter, denn nach der Blüte werden sie etwas bitter. Die Pflanze enthält unter anderem reichlich Flavonoide, Saponine, Senfölglykoside, Gerbstoffe, Vitamin C, Kalium und Kalzium. Übrigens ist das Hirtentäschelkraut auch für seine Heilwirkung bekannt. In der alternativen Medizin wird es zum Beispiel bei Harnwegserkrankungen und zur Blutstillung eingesetzt.

Weitere Informationen auf der Website des BZfE

Stand: 17.05.2018


 
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Mairübchen - das 2-in-1-Gemüse

(BZfE) - Mairübchen - auch Mairübe oder Navette (französisch für Speiserübe) - haben jetzt Saison. Und diese Saison ist superkurz: nur im Mai bis Juni sind sie auf dem Wochenmarkt zu finden.

Die etwa fünf Zentimeter dicken, weißen und fast kugelrunden Rüben sind reichlich belaubt. Vor der Zubereitung müssen die Rübchen geschält werden - nicht zu dünn, denn die Schale ist. Dann kann man sie raspeln und in Rohkost verwenden; die dezente Schärfe erinnert an Radieschen. Die Knollen lassen sich ebenso gut kochen, dünsten sowie in dünne Scheiben geschnitten auch braten. Als Beilage passen sie prima zu allen Fleischgerichten.

Das Laub an den langen Stielen kann man unabhängig von den Rübchen roh oder gedünstet zubereiten; ähnlich wie Spinat oder Rübstiel. Damit sind Mairübchen gewissermaßen ein "Zweinutzungs-Gemüse". Aber Obacht: Das Laub wird sehr schnell welk, selbst im Kühlschrank bleibt es nur zwei bis drei Tage knackig. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass Mairübchen kaum in den Gemüseabteilungen des Lebensmittelhandels zu finden sind. Sie kommen fast ausschließlich feldfrisch direkt vom Erzeuger auf die Wochenmärkte, also aus dem regionalen Anbau. Das Blattwerk muss gründlich gewaschen werden, denn anhaftende Erde ist der Normalfall.

Mairübchen sind energiearm (32 Kilokalorien pro 100 Gramm), enthalten nennenswerte Mengen Ballaststoffe (3,5 Gramm) und Vitamin C (14 Milligramm). Vitamine und Mineralstoffe sind besonders in den Blättern enthalten.

Weitere Informationen finden Sie auf der angegebenen Website des Autors.

Stand: 17.05.18


 



 
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