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Rezension "Die klimafreundliche Küche" von Monika Röttgen

Seit den Freitags-Demonstrationen ist alles "for Future". Nicht nur Nachfolgeorganisationen wie die Scientists oder Grandparents for Future nutzen die Bezeichnung, sondern sie ist auch ein beliebter Slogan geworden. So auch für Monika Röttgens Buch "Die klimafreundliche Küche", welches mit "Cooking for Future" auf der Titelseite beworben wird. Beim Blick auf die über 280 Seiten, die im Freya-Verlag erscheinen, wird schnell deutlich, dass es an dieser Stelle mit Recht verwendet wird. Die klimafreundliche Küche ist nämlich keineswegs nur eine Sammlung umweltfreundlicher Rezepte. Monika Röttgen legt vielmehr ein ganzes Kompendium über die Klimafolgen unserer Essgewohnheiten und Konsummuster vor.

Fast alle gängigen Zutaten und ein paar Küchen-Exoten von A wie Alge bis Z wie Zucchini finden im Buch Erwähnung. Sie sind dabei entweder den Klima-Tops oder Klima-Flops zugeordnet und werden in eigenen Texten beschrieben. Einige Produkte mit Klimakiller-Potenzial und ihre besseren Alternativen werden zudem gesondert miteinander verglichen. Die Textmenge des Buchs ist umfangreich, die Übersichtlichkeit wird dennoch stets bewahrt. Dabei helfen wiederkehrende Elemente wie die vierstufige "Klimaampel". Diese sorgt für einen schnellen Überblick am Ende der Texte.

Die überzeugende Strukturierung hilft, die vielen Informationen in Häppchen aufzuteilen: Die Texte folgen dem Muster "Infohäppchen", "Küchenfaktor" und "Check". Das Infohäppchen gibt Hintergrundwissen zur Zutat, beispielsweise dem Anbau, der Küchenfaktor nennt gängige Einsatzbereiche und im Check wird das Produkt aus Sicht des Klimaschutzes bewertet. Durch diesen Aufbau und das Stichwortverzeichnis am Ende des Buches eignet sich die "klimafreundliche Küche" auch als Nachschlagewerk.

Abgerundet wird die hohe Nützlichkeit durch einen Rezeptteil, einen Saisonkalender, Tipps zum haltbar machen von Lebensmitteln sowie Kapiteln zu ökologischem Einkaufen, Resteverwertung, sowie Verpackungen im Klimavergleich. Eine charmante Idee ist auch der Abschnitt zu heimischen Wildkräutern mit Sammelhinweisen. An der Stelle wäre es jedoch hilfreich gewesen, wenn Fotos der Pflanzen abgedruckt wären und nicht nur symbolische Zeichnungen. Das macht es im Gelände schwer, die Pflanzen als Laie zu identifizieren. Allerdings wäre die konträr zur Gestaltungsidee des Buches gewesen, das gänzlich auf Fotos verzichtet und stattdessen auf einfache Illustrationen setzt. Den glänzenden Gesamteindruck des Buchs schmälert das aber nicht wirklich.

Die klimafreundliche Küche ist ein hervorragender Begleiter für alle Menschen, die gerne umweltfreundlich kochen. Es ist übersichtlich und verständlich geschrieben, so dass es sich für Anfänger*innen eignet und gleichzeitig so umfangreich, dass auch Profis noch nicht alle Inhalte kennen werden.

Monika Röttgen
Die klimafreundliche Küche
Erschienen im Freya-Verlag
288 Seiten
ISBN: 978-3990254004


Stand: 24.09.2020


 
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Rezension "Ein Leben ohne Müll" von Olga Witt

Ohne Müll leben zu wollen, hat Olga Witts Leben revolutioniert. In ihrem spannenden Bericht schildert die weitgereiste Autorin, was der möglichst totale Verzicht auf Müll bedeuten kann. In ihrem Fall einen neuen Partner samt dessen drei Kindern, einen neuen Job und ein komplett neues Leben. Denn "Zero Waste" bedeutet in unserer Gesellschaft vor allem eines: das permanente Abenteuer, ein müllfreies Leben "wiederzufinden": in den Erfahrungsschätzen früherer Generationen, den Neuerfindungen der Gegenwart und in Inspirationen, die andere Kulturen bereithalten. So wird aus Witts Erfahrungen mit der Müllvermeidung ein faszinierender Reisebericht in ein neues und besseres Leben. "Ein Leben ohne Müll" ist ein mit vielen praktischen Tipps ausgestattetes Hand- und Mutmachbuch für alle, für Singles, Paare und Familien, die dem alltäglichen Müll Stück für Stück Lebewohl sagen wollen. (Quelle: Amazon)

Olga Witt hat einen tollen Ratgeber geschrieben, der sich fast allumfassend mit dem Thema "Zero Waste" auseinandersetzt. Es werden Zusammenhänge und Hintergründe erläutert und auf Alternativen hingewiesen, am liebsten aus dem DIY- Sektor, soweit möglich.

Faszinierend ist, dass Olga Witt dabei in keinem Moment dogmatisch wirkt und jedem selbst überlässt, wie weit der Leser mit Zero Waste gehen möchte. Ich muss sagen, viele Hintergrundinformationen hatte man mit der Zeit mal aufgeschnappt, aber Olga Witt öffnet einem die Augen für die großen Zusammenhänge. Neben vielen Hintergrundinformationen liegt ein weiteres Augenmerk auf dem Thema "Selbermachen". Sie gibt viele wertvolle und teilweise einfache Tipps, wie man selbst im Alltag müllärmer agieren kann und welche nachhaltigen und selbstgemachten Alternativen es zum Beispiel für gekauftes Waschmittel gibt.

Alles in allem ein sehr wertvoller Ratgeber für alle, die sich mehr mit dem Thema Zero Waste und dem eigenen Konsumverhalten auseinandersetzen wollen. Lesenswert!

Ein Leben ohne Müll: Mein Weg mit Zero Waste
Verlag: Tectum Wissenschaftsverlag
ISBN: 978-3828838437
20,00 Euro


 



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