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Umweltrechner 2.0 der Stiftung Initiative Mehrweg - jetzt noch einfacher
Rechner zeigt die ökologischen Einsparpotentiale von Mehrweg-Systemen beim Transport von Obst und Gemüse auf.
Die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) hat ihren Umweltrechner überarbeitet und noch übersichtlicher gestaltet. Für den Nutzer werden dadurch die komplexen Ergebnisse einer umfassenden Ökobilanz anwendbar. Der Umweltrechner vergleicht die Umweltauswirkungen, die durch den Transport von Obst und Gemüse in verschiedenen Verpackungssystemen entstehen. So kann jedes Handelsunternehmen seinen eigenen Beitrag zur Umweltentlastung beim Transport von Obst und Gemüse berechnen. Würden beim Transport in der EU ausschließlichen Mehrweg-Kisten eingesetzt, so könnten im Vergleich zu Karton-Einwegkisten fast 590.000 t CO2 eingespart werden. Das entspricht den jährlichen Emissionen von mehr als 53.000 Einwohnern oder den Einsparungen beim Austausch von 18,3 Mio Glühbirnen durch Energiesparlampen.

Der Geschäftsführer der Stiftung, Staatssekretär a. D. Clemens Stroetmann kommentiert: "Jeder tatsächliche Beitrag zu Klima- und Ressourcenschutz zählt. Unser Umweltrechner soll zum Handeln anregen: er zeigt übersichtlich die Mehrweg-Vorteile im Hinblick auf Klimaschutz und darüber hinaus auch in den weniger im öffentlichen Fokus stehenden, aber genauso wichtigen Wirkungskategorien". Stroetmann verweist auf die Beiträge zu Überdüngung (Eutrophierung), Ozonabbau, Sommersmog (Photooxidantienbildung) und Versauerung, die der Umweltrechner in einem zweiten Rechenschritt über den Beitrag zum Treibhauseffekt hinaus berechnet. In allen genannten Kategorien weisen Mehrweg-Kunststoffkisten Vorteile gegenüber Einweg-Kartonkisten auf.

Der Umweltrechner basiert auf den Ergebnissen der ökobilanziellen Untersuchung der Studie "Nachhaltigkeit von Verpackungssystemen für den Transport von Obst und Gemüse in Europa" 2009. In diesem wurden Mehrweg-Systeme der Kisten für Obst und Gemüse aus Kunststoff verglichen mit den Einwegsystemen aus Holz und Karton. In die Untersuchung wurden die 5 bedeutendsten Produktionsländer (Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande, Deutschland) und die 4 größten Abnehmermärkte (Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Deutschland) einbezogen. Die Entwicklung des Umweltrechners und die Erstellung der Studie erfolgten durch die Abteilung für Ganzheitliche Bilanzierung des Fraunhofer Institutes für Bauphysik und des Lehrstuhls für Bauphysik an der Universität Stuttgart. Es wurde hierbei eine vergleichende Ökobilanz im Sinne der DIN EN ISO 14040 erstellt und durch einen externen Critical Review bestätigt.

Der Umweltrechner mit Erläuterungen sowie die Zusammenfassung der Studie können jeweils in Deutsch und Englisch kostenfrei auf der Homepage der Stiftung heruntergeladen werden. Hier gelangen Sie direkt zum deutschen Umweltrechner.


Stand: 10.02.2011