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Schadstoffe in Teppichen
Schadstoffberaterin Ingrid Woltemate-Könecke rät:

Gerade haben Sie einen neuen Teppich gekauft und nun riecht es unangenehm im Raum. Was ist in einem solchen Fall zu tun?

Bevorzugen Sie generell Teppiche aus Naturfasern, da diese aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Teppiche aus Kunstfasern werden vorwiegend aus Rohöl mit hohem energetischen Aufwand hergestellt. Problematisch bei Wollteppichen ist der Einsatz von Mottenschutzmitteln. Als sonstige Inhaltsstoffe können in Teppichen Färbemittel, Flammschutzmittel, Antistatika (gegen elektr. Aufladung) und Antisolings (gegen Verschmutzung) enthalten sein.

Lassen Sie sich über die Inhaltsstoffe und deren gesundheitliche Problematik aufklären. Vor dem Kauf können Sie vom Verkäufer, Händler oder Hersteller eine Unbedenklichkeitsbescheinigung fordern.

Von Vorteil sind Bodenbeläge ohne Rückenbeschichtung oder mit einer Rückenbeschichtung aus Naturlatex oder Teppiche mit Textilrücken. Teppiche mit einem Schaumrücken aus Polyurethan, PVC oder Styrol-Butadien sind nicht zu empfehlen. Hier können gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe ausdünsten. Wenn Sie den Teppich nur fixieren, lose verlegen oder verspannen, können Sie auf einen Kleber verzichten. So vermeiden Sie eine weitere mögliche Schadstoffquelle und können beim Umzug den Teppich noch einmal verlegen.

Es gibt Gütesiegel für Teppiche, garantierte Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten mit jedoch sehr unterschiedlichen strengen Bewertungsmaßstäben: Gütesiegel wie GuT, greenline,
ETG-Teppich-Siegel, sie verweisen vor allem auf eine Schadstoffprüfung am Endprodukt und auf die überwiegende Verwendung von Naturmaterialien.


Dr. Ingrid Woltemate - Könnecke berät Interessierte donnerstags zwischen 14.00 und 18.00 Uhr im Umweltzentrum Hannover e.V. kostenlos. Hier ist Sie unter der Telefonnummer 0511 1640322 zu erreichen.