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Wolle aus Deutschland
Prominente Schafpaten

Eine gute Idee zieht Kreise: Nachdem die Popsängerin Antonia aus Tirol ("1000 Träume weit") Patin für ein Schaf im deutschen Biosphären-Reservat geworden ist, zeigt nun auch die Politik Interesse.

So übernahm mit Winfried Hermann vom Bündnis 90 / Die Grünen der erste Bundestagsabgeordnete eine Schafpatenschaft. Hermann engagiert sich im Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung, der Deutschland zukunftsfähig machen will. Die hinter den Patenschaften stehende private Initiative "Wolle aus Deutschland" unterstützt er deshalb gern: "Hier setzen sich Menschen für eine gute Sache ein, die nicht nur der Region nützt".

Mit den Schafpatenschaften soll die traditionelle Wanderschäferei im UNESCO Biosphären-Reservat Schwäbische Alb und andernorts erhalten werden, wo Schafzucht noch wie vor hundert Jahren betrieben wird. Die Tiere wachsen im Einklang mit der Natur auf, die Wolle wird schonend gewonnen und umweltverträglich zu feinem Strickgarn verarbeitet. Gleichsam eine Art "Fair Trade"-Projekt für Deutschland, um die vom Aussterben bedrohten kleinen Familienbetriebe zu stützen. Konventionelle Strickwolle kommt überwiegend aus Ländern, wo die Tiere in Großbetrieben nicht immer artgerecht gehalten werden, weiß die Tierschutzorganisation Peta zu berichten. Die Wolle aus deutscher Wanderschäferei erkennt man am grünen Schafpaten-Siegel. Sie ist im Fachhandel erhältlich. Als Besonderheit wird sie in einem aufwendigen Verfahren des schwäbischen Garnspezialisten Tutto hergestellt: Der bedruckt das Garn nicht am Strang, sondern am laufenden Faden. "So entstehen Strickmuster, die mit handelsüblicher Wolle nicht möglich wären", sagt Wolfgang Zwerger, Mitbegründer der Initiative. Wissenswertes rund um Schaf und Wolle finden Interessierte unter www.schafpate.de im Internet.