Hintergrundinfo

Erster Fairtrade-Award verliehen

Im Beisein von Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und prominenten Unterstützern wurde am Mittwochabend der Fairtrade-Award verliehen.


"Die Auszeichnung legt einen neuen Fokus auf die Entwicklung des Fairen Handels: Zum Einen sollen Engagierte in Deutschland dadurch inspiriert werden, zum Anderen soll der Award als Podium dienen, um beispielhafte Arbeit für Fairtrade in Deutschland zu zeigen", sagte Heinz Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Siegelinitiative TransFair.

Fotos: TransFair e. V. / Santiago Engelhardt


Ausgezeichnet wurde Herr Albert Darboven, Inhaber der Kaffeerösterei J.J. Darboven in der Kategorie Wirtschaft - Hersteller. J.J. Darboven war die erste namhafte Kaffeerösterei, die das Wagnis einging, sich im Fairen Handel zu engagieren. Die dennree GmbH und denn's Biomarkt GmbH erhielten die Auszeichnung in der Kategorie Wirtschaft Handel, da sie sich vorbildlich für die Fairtrade-Idee eingesetzt und konsequent Fairtrade-Produkte in die eigene Geschäftspolitik eingebunden haben.

Der Zivilpreis ging an die Initiatoren des bundesweiten Projekts Zukunft Einkaufen, das den Fairen Handel vorbildlich in sein Konzept für ökofairen Konsum und nachhaltige Beschaffung in den Kirchen integriert hat. Geehrt wurde auch die TransFair Multiplikatorin Fleurance Laroppe, die als Mitbegründerin des
(v.l.n.r.): Albert Darboven (Darboven), Fleurance Laroppe (Netzwerkes Entwicklungspolitik Saarbrücken), Thomas Speck (GEPA), Dieter Overath (TransFair), Santiago Paz Lopez (CEPICAFE), Heinz Fuchs (EED), Brigitte Binder (Zukunft Einkaufen), Hanka Nagel (TransFair), Joachim Król, Hans Jürgen Hörner (Zukunft Einkaufen), Peter Knopp (Denree), Thomas Kamp-Deister (Zukunft Einkaufen)


Netzwerkes Entwicklungspolitik in Saarbrücken eine ganze Region für den Fairen Handel inspiriert. Der Preis für besondere Leistungen ging an den Pionier des Fairen Handels - das Fair Handelshaus GEPA.

Dass es sich lohnt, Fairtrade als festen Bestandteil in die eigene Unternehmenskommunikation mit einzubeziehen zeigen nicht nur die Preisträger des Fairtrade-Awards. Aktuell hat die Nachhaltigkeitsberatung "brands & values GmbH", Bremen, eine Umfrage bei über 6.000 Verbraucherinnen und Verbrauchern zum nachhaltigen Markenwert von Unternehmen, Marken, Nicht-Regierungs- und Zertifizierungsorganisationen in Deutschland durchgeführt. Dabei schnitt Fairtrade als Beste der 407 untersuchten Marken ab.

Der Award wurde am Vorabend der International Fairtrade Conference vergeben, die in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstr.35, 10785 Berlin stattfindet. Ab 9:30 Uhr diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand von Best-Practice-Beispielen aus dem In- und Ausland, wie Handelsunternehmen
Joachim Król
Fairtrade erfolgreich einsetzten. Seit 1992 vergibt der Verein in Deutschland das international anerkannte Fairtrade-Siegel. Von den Standards, die an das Siegel gebunden sind, profitieren weltweit bereits über sieben Millionen Bauern und Arbeiterinnen mit ihren Familien.

Hintergrund:
Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair wird von 36 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 150 Lizenznehmer rund 1.000 Fairtrade- Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Textilien aus Fairtrade-Baumwolle und Rosen an. TransFair e. V. ist Mitglied bei "Fairtrade Labelling Organizations International" (FLO) mit Sitz in Bonn, in der die weltweit 19 Siegelinitiativen zusammengeschlossen sind.