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Fair gehandelter Kaffee kommt an
Bundesweite Faire Woche vom 14. bis 27. September 2009

Immer mehr Menschen trinken fair gehandelten Kaffee. Sie schätzen die hochwertige Qualität und wollen helfen, dass die Kaffeebauern faire Löhne erhalten und unterstützt werden bei ihrem Engagement für den Umweltschutz. Diese Kaffees sind erkennbar am Fairtrade-Siegel oder dem Label Rainforest Alliance. Welche Bedeutung die Siegel haben und dass Fair-Kaffee nicht teurer sein muss als herkömmlicher Kaffee aus dem Supermarkt, erfahren Verbraucher unter anderem während der Fairen Woche vom 14. bis 27. September 2009 in der Beratungsstelle Hannover. Nähere Informationen rund um den fairen Handel bietet auch das kostenlose Faltblatt "Fair ist besser!".

Label haben unterschiedliche Kriterien:

Nur wenige Anbieter kennzeichnen ihre Produkte derzeit mit dem "grünen Frosch" von der Naturschutzorganisation Rainforest Alliance aus den USA. Diese Organisation setzt sich vor allem für den Erhalt von Ökosystemen wie
den Regenwald in Südamerika ein. Kaffeebauern zahlt sie gesetzliche Mindestlöhne und trägt dadurch zur Existenzsicherung bei. DasFairtrade-Siegel steht für faire Löhne, vereinbart Mindestpreise und Prämienzahlungen. Ferner hilft es Erzeugern mit Kleinstkrediten bei der Vorfinanzierung. Das Siegel sorgt somit für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kleinbauern und sichert eine nachhaltige Entwicklung.


Fair gehandelter Kaffee ist seinen Preis wert!

Die Produktpalette im fairen Handel umfasst mittlerweile neben gemahlenem und ungemahlenem Filterkaffee auch Instant-Kaffee, Cappuccino und verschiedene Espresso-Sorten - ein wachsender Anteil davon stammt aus ökologischem Anbau. Eine nicht repräsentative Stichprobe der Verbraucherzentrale in verschiedenen Supermärkten in Hannover ergab, dass Fair-Kaffee im Durchschnitt mit 8 Cent pro Tasse genauso viel kostet wie vergleichbare herkömmliche Kaffeesorten. Ähnliches gilt auch für den Preis von Instant-Kaffee, der bei 3 bis 8 Cent pro Tasse liegt. Bei anderen Angebotsformen kann die fair gehandelte Ware auch mal über 30 Prozent teurer sein.