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Bio Bäckerei Doppelkorn gewinnt proKlima-Konzeptpreis

Der enercity-Fonds proKlima und hannoverimpuls haben im Rahmen des Wettbewerbs "Effizienzpreis KMU" 13 Unternehmen für vorbildliche Energiekonzepte ausgezeichnet. Den ersten Platz belegt die Bio Bäckerei Doppelkorn aus Hannover-Linden gefolgt von der Neustädter Maschinen und Formenbau Leinetal GmbH und dem Lindener Wirtshaus "... und der böse Wolf".

Energiesparen zahlt sich aus. Dies zeigen die Energiekonzepte von 13 Unternehmen, die am 20. November 2008 im Hannover Congress Centrum (HCC) proKlima-Konzeptpreise erhalten haben. An dem Wettbewerb, der speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) konzipiert wurde, nahmen Betriebe aus ganz unterschiedlichen Branchen teil. "Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden, die Teilnehmer kamen sowohl aus Industrie und Handwerk als auch aus Dienstleistungsbranchen. Und alle prämierten Teilnehmer haben mit ihren Konzepten auf sehr kreative Weise gezeigt, wie man im eigenen Betrieb Energiesparen kann", freut sich Tobias Timm, kommissarischer Geschäftsführer des enercity-Fonds proKlima. Nicht zu vergessen sei die Bedeutung für den Klimaschutz, da der Ausstoß von Kohlendioxid durch die Verbesserung der Energieeffizienz reduziert wird.

Auch Ralf Meyer, Geschäftsführer von hannoverimpuls, zeigt sich begeistert von den Ergebnissen. "Die Konzepte demonstrieren, dass in KMU große wirtschaftlich nutzbare Energiesparpotenziale sofort erschließbar sind. Teilweise helfen schon simple Lösungen, deren Investitionen sich bereits nach zwei Jahren amortisieren. Man findet aktuell nicht viele Gelegenheiten, sein Kapital so gut zu verzinsen und gleichzeitig die Wachstumsvoraussetzungen seines Unternehmens jetzt nachhaltig zu sichern." Der Effizienzpreis KMU soll im von der Region Hannover ausgerufenen Klimaschutzjahr 2008 ein weiteres Zeichen setzen.

Überzeugende Konzepte

Sonderpreisträger Bernhard Büthe (Bergmann Automotive GmbH),
Manfred Dust (Vollkornbäckerei Doppelkorn GmbH - 1. Platz),
Mario Kioscha (Maschinen und Formenbau Leinetal GmbH - 2. Platz),
Claudia Verhagen (Wirtshaus "...und der böse Wolf")


Den 1. Platz belegt die Vollkornbäckerei Doppelkorn aus Hannover-Linden mit einem vorbildlichen Konzept zur Wärmenutzung. Das Konzept sieht unter anderem vor, dass die Abwärme aus den Backöfen durch ein Wärmerückgewinnungssystem genutzt werden soll. Angedacht ist, die überschüssige Energie als Heizwärme für den Backbetrieb und in zwei benachbarten Mehrfamilienhäusern einzusetzen. Hierfür müsste die wohnungsweise Heizung der Häuser auf eine zentrale Versorgung umgestellt werden. Zudem plant die Bäckerei, ihre Kältetechnik zu modernisieren. Die Energieingenieure, die das Konzept erstellt haben, schätzen das gesamte Energieeinsparpotenzial auf über 35 Prozent. Der Gewinner erhält als Prämie für das vorbildliche Energiekonzept 10.000 Euro.

Platz 2 belegt die Maschinen und Formenbau Leinetal GmbH (MFL) aus Neustadt am Rübenberge. Das Unternehmen verbraucht derzeit soviel Strom pro Jahr wie rund 100 hannoversche Durchschnittshaushalte und Wärmeenergie, die - umgerechnet auf den Energiewert von Dieselkraftstoff - reichen würde, um mit einem Mittelklasse-PKW 8,5-mal um die Erde zu fahren. Das Unternehmen erhält 6.000 Euro für ein Konzept, das unter anderem die Wärmerückgewinnung aus der Abwärme von Druckluftkompressoren und den Einsatz von energieeffizienten Umwälzpumpen in den Heizkreisläufen vorsieht. MFL wird jährlich über 15 Prozent Strom und 75 Prozent seines Wärmeverbrauchs sparen können.

Der 3. Platz und 4.000 Euro Preisgeld gehen an das Lindener Wirtshaus "... und der böse Wolf". Die Gaststätte plant den Umbau einer Kälteanlage und des Belüftungssystems. Außerdem erhielten weitere zehn Unternehmen für ihre vorgelegten Konzepte eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro.

Außerdem hat die Jury zusätzlich einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro vergeben, der von hannoverimpuls gestiftet wurde. Diesen erhält die Bergmann Automotive GmbH aus Barsinghausen. Es handelt sich dabei um ein Energieeffizienzkonzept eines Unternehmens, das von der Struktur her zwar ein klassisches KMU ist, dessen Stromverbrauch aber dem einer Kleinstadt von über siebeneinhalbtausend Haushalten entspricht. Der Autozulieferer will zum Beispiel das veraltete Wärmenetz der Firma sanieren, um die derzeitigen Leitungsverluste zu minimieren. Außerdem ist die Wärmerückgewinnung aus der Abwärme von Druckluftkompressoren geplant. Alleine die anvisierte Stromeinsparung entspricht dem Verbrauch von über 200 Haushalten.