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Thermische Solaranlage an der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule in Betrieb
Auch Weichen für Bürgersolaranlage gestellt

Hannover - Saubere Energie: Im Rahmen des Klimaschutzjahrs 2008 der Region Hannover wurde an der hannoverschen Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule eine thermische Solaranlage errichtet. Mit der Anlage wird vor allem das Wasser des Bewegungsbeckens der Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung erwärmt. Eine Anzeigentafel im Eingangsbereich der Schule visualisiert die produzierte Energie.

Die Anlage liefert einen jährlichen Ertrag von etwa 15.000 Kilowattstunden - was einem durchschnittlichen Verbrauch von fünf 4-Personen-Haushalten pro Jahr entspricht. Erzeugt wird die Energie über 40 Quadratmeter Solar-Flachkollektoren auf dem Dach der Schule. Für den Klimaschutz in der Region bedeutet das eine Kohlendioxid-Einsparung von 2,9 Tonnen pro Jahr.

Über den Dächern von Hannover: Schulleiterin
Heike Galla, Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs
und Finanz- und Gebäudedezernentin Barbara Thiel
(von links nach rechts)von der Region Hannover
präsentieren auf der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule
die Flachkollektoren der thermischen Solaranlage.

"Die thermische Solaranlage ist ein Paradebeispiel für Energieerzeugung auf Basis erneuerbarer Energien im öffentlichen Raum", sagte Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs von der Region Hannover. Wie die in diesem Jahr vorgelegte CO2-Bilanz der Region gezeigt habe, werden allein bei der Energieerzeugung fast drei Viertel der gesamten CO2-Emissionen verursacht, so Priebs. "Aus diesem Grund ist die effizientere Nutzung von Energie etwa durch energetische Sanierungen oder den verstärkten Rückgriff auf erneuerbare Energien ein Schwerpunktthema bei der Zukunftsaufgabe Klimaschutz."

Priebs kündigte an, noch im November ein Klimaschutzrahmenprogramm für das Regionsgebiet vorzulegen, das einen Handlungsrahmen für eine Reduktion der CO2-Emissionen von bis zu 40 Prozent aufzeigt.

Auch Barbara Thiel lobte den Beitrag für den Klimaschutz durch die thermische Solaranlage auf dem Dach der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule. "Ökonomie und Ökologie üben hier einen wunderbaren Schulterschluss. Gerade der hohe Warmwasserbedarf für das Schwimmbad der Schule macht die Nutzung der Solarthermie besonders sinnvoll", sagte die Regionsdezernentin für Finanzen, Gebäude und Informationstechnologien. Die Planungs- und Baukosten betrugen insgesamt 108.000 Euro.

Damit sich noch mehr Bürgerinnen und Bürger aktiv am Klimaschutz beteiligen können, will die Region Hannover kostenlos Flächen für eine Bürgersolaranlage zur Verfügung stellen. Das zum Start des Klimaschutzjahrs 2008 angekündigte Angebot nimmt nun konkrete Formen an. "Nach der statischen Überprüfung unserer Gebäude eignen sich das Schrägdach der Berufsbildenden Schule 14 in Hannover sowie das Flachdach der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule hervorragend für den Bau einer Bürgersolaranlage", sagte Barbara Thiel. In den nächsten drei Wochen wird das Projekt ausgeschrieben.
Stichwort Bürgersolaranlage

Die Idee ist einfach und effektiv: Die Region Hannover stellt kostenlos Dachflächen zur Verfügung, auf denen Bürgerinnen und Bürger auf 1.200 Quadratmetern eine Photovoltaik-Solaranlage bauen können. Die erzeugte Energie wird in das Netz eingespeist - die über das Erneuerbare-Energien-Gesetz für einen Zeitraum von 20 Jahren garantierten Vergütungen refinanzieren die Investition in die Anlage. In einem zweistufigen Verfahren können sich Interessierte bewerben. Je nach Bedarf können ein oder zwei BürgersoIaranlagen auf den Dächern der BBS 14 in der Nußriede in Hannover und der Heinrich-Ernst-Stötzner-Schule in der Neuen Landstraße in Hannover errichtet werden.