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Klimaschutz ist Teamarbeit
Hannover 78 erhält Auszeichnung für Umweltengagement

Für sein Engagement im Umwelt- und Klimaschutz ist der DSV Hannover 78 als einer von vier Vereinen in der Region Hannover ausgezeichnet worden. Der Verein hat am Projekt "e.coFit - Umweltberatung für Sportvereine" teilgenommen, um alle Möglichkeiten beim Energiesparen und im Umweltschutz auszuschöpfen. Die Beratungen - ein Projekt von Stadt und Region Hannover, den Sportbünden, aha und der Klimaschutzagentur - helfen den Vereinen, hohe Energieverbräuche in den Griff zu bekommen und Kostensteigerungen gelassener zu begegnen. Für das e.co-Fit-Projekt steht ein Pool von Beratern zur Verfügung. Bei Hannover 78 kam das Umweltzentrum Hannover e.V. zum Einsatz.

Quelle:Klimaschutzagentur: Oberbürgermeister Stephan
Weil montiert die e.coFit-Plakette bei Hannover 78´


Zwar stehe der Sport an erster Stelle, so Siegfried Aberle, 2.Vorsitzender, doch Hannover 78 sehe sich mit seinen 1.080 Mitgliedern (50 Prozent Jugendliche) auch als Vorzeigeverein im Umweltschutz. Seit Jahren sei der Verein gut aufgestellt, was die Platz- und Rasenpflege, Düngung und Bewässerung angehe. Auch der große Gehölzbestand und die vielen alten Bäume auf dem 50.000 Quadratmeter großen Gelände würden nach ökologischen Grundsätzen gepflegt und die Baumschutzsatzung damit mehr als erfüllt, so Aberle. Die Bestandsaufnahme gemeinsam mit dem e.coFit-Berater Eberhard Röhrig-van der Meer hat den Verein in anderen Bereichen sensibilisiert: So wurde der Stromverbrauch entscheidend gesenkt, alle Leuchtmittel in der Sporthalle ausgewechselt, überall Bewegungsmelder eingebaut. Im Büro gibt es jetzt durch schaltbare Steckerleisten keine Stand-by-Verluste mehr. Die Interwallduschen sind mit wassersparenden Armaturen ausgestattet. Selbst die Schuhputzanlage arbeitet wassersparend. Beim Abfall wird dank der Beratung nun auch der Biomüll separat gesammelt und auf den Sportplätzen soll in Kürze der Müll getrennt werden. Dazu müssen allerdings spezielle Abfalleimer angeschafft werden, für die der Verein noch Sponsoren sucht. "Wir brauchen zehn; und das Stück kostet 600 Euro", so Aberle. Die Kosten pro Abfallsammelbehälter seien vergleichsweise hoch, da nur sehr robuste Behälter, die attraktiv aussehen und eindeutig gekennzeichnet sind, effektiv und nachhaltig genutzt werden.

Ein besonderer Kostenfaktor ist für den Verein auch die Entsorgung von Grünabfällen, besonders im Herbst wegen der vielen Laubbäume auf dem Gelände. Hier hat die e.coFit-Beratung ergeben, dass sich eine Kompostierung aufgrund des großen Flächenbedarfs und der Umweltvorschriften nicht lohnt. Zurzeit wird getestet, was günstiger ist: den Grünschnitt selbst zur Deponie zu bringen oder ihn abfahren zu lassen. "Die vielen kleinen Verbesserungen machen Gelder frei, die wir jetzt für das Wesentliche, den Sport, zur Verfügung haben", sagt Aberle. "Doch natürlich bleibt noch viel zu tun, wenn man wie wir eine Halle aus den 70-er Jahren hat. Da zieht es überall".

Deshalb macht der Verein jetzt auch weiter und nimmt am Programm "e.coSport - Energetische Sportstättensanierung in der Region" teil. Die Gesamtkosten für die umfassende Gebäudemodernisierung liegen bei 85.000 Euro. Finanziert wird die Summe aus den laufenden Mitteln, durch ein Darlehen und Zuschüsse des e.coSport-Förderprgramms, des Stadtsportbundes und vom enercity-Fonds pro - Klima. Die Maßnahmen werden in mehreren Bauabschnitten umgesetzt: Gastronomie und Umkleiden haben mittlerweile neue Fenster bekommen, die Sporthalle wurde teilweise gedämmt. Noch vor dem Winter soll die Übergabestation der Fernwärmeheizung erneuert werden.

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