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Öko-Fischstäbchen mit "gut" bewertet
Naturland: Medienberichte zu Testergebnissen unvollständig

Entgegen anders lautenden Medienberichten liegen die Öko-Fischstäbchen im aktuellen Test der Stiftung Warentest mit der Note "gut" im vorderen Drittel.
Insgesamt wurden 25 Fischstäbchen getestet, die Note "sehr gut" bekam kein Produkt. Neun Produkte, darunter die einzigen Öko-Fischstäbchen im Test, erhielten die Note "gut".

Die Stiftung Warentest schreibt korrekt, dass es derzeit im deutschen Handel nur die von Naturland zertifizierten Öko-Fischstäbchen gibt. Die auf den letzten beiden Plätzen gelandeten Produkte enthalten konventionellen Wildfisch mit lediglich einer Bio-Panade. Dies veranlasste einige Medien zu der irreführenden Schlagzeile, dass Bio-Produkte insgesamt schlecht abschneiden.

Hintergrund: Öko-Fisch aus Aquakultur

Das staatliche Bio-Siegel fehlt bisher auf den Produktpackungen für Fisch, da die ökologische Aquakultur nicht Teil der gesetzlichen EU-Bio-Verordnung ist. In die neue EU-Verordnung, die voraussichtlich ab 2009 gilt, soll die ökologische Aquakultur aufgenommen werden. Deswegen stehen bisher nur privatrechtliche Labels, wie das Naturland Zeichen, für die Einhaltung ökologischer Standards bei der Aufzucht des Fisches wie bei seiner weiteren Verarbeitung. Zu den Prinzipien der ökologischen Aquakultur nach Naturland Richtlinien zählen: Eine tiergerecht niedrige Besatzdichte, die Herkunft
pflanzlicher Futtermittel aus dem Öko-Landbau und von Fischmehl und -öl aus den Resten der Speisefischverarbeitung, der Einsatz natürlicher Heilmittel sowie das Verbot von Chemikalieneinsatz, z.B. zur Behandlung von Netzgehen. Mittlerweile erzeugen Naturland zertifizierte Fischbetriebe in mehr als zwanzig Ländern die unterschiedlichsten Fischarten nach den strengen ökologischen Kriterien. Die Bandbreite reicht von Öko-Forellen aus Deutschland, Frankreich und Spanien, Öko-Lachs aus Irland, Öko-Doraden und -Wolfsbarsch aus Griechenland, Öko-Shrimps aus Ecuador, Peru, Brasilien, Vietnam, Thailand und Indonesien, Öko-Tilapia aus Israel, Ecuador und Honduras bis zum Öko-Pangasius aus Vietnam.

Hintergrund: Wildfisch aus anerkannt nachhaltiger Fischerei

Der Verbraucher findet heute auch beim Wildfisch Logos auf der Verpackung, die eine umweltgerechte Fischerei bescheinigen. Bereits länger etabliert ist das Logo des Marine Stewardship Council (MSC), eine Initiative von Unilever und WWF. Das neue Qualitätszeichen 'Naturland Wildfisch' dient dazu, Verbrauchern auch beim Wildfisch eine nachhaltige Alternative anzubieten, die strengere Kriterien erfüllt. Die Naturland Richtlinien für "Nachhaltige Fischerei" vereinen als bisher einziger Standard ökologische, soziale und ökonomische Aspekte und fördern stabile Kooperationen vor Ort. Handwerkliche Fischer und Fischereibetriebe, die in aktuellen Naturland Projekten betreut werden, schützen ihr lokales Ökosystem durch überwachte Fangmengen und dürfen keine kritischen Fangpraktiken wie etwa Grundschleppnetze anwenden. Integrierte Sozialrichtlinien zielen darauf hin, dass menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen der Fischer in der Region gesichert werden. Der Fisch wird weiterverarbeitet nach den ökologischen Kriterien der Naturland Richtlinien. Dies sind zusätzliche Kriterien, die die bisher auf dem Markt befindlichen Logos für Wildfisch nicht erfüllen. Die ersten Pilotprojekte laufen, sodass in naher Zukunft mit den ersten Produkten zu rechnen ist.

Die Naturland Richtlinien erhalten Sie unter:
www.naturland.de/richtlinien.html

Naturland fördert den Ökologischen Landbau weltweit und ist mit über 49.000 Bauern einer der größten ökologischen Anbauverbände. Als zukunftsorientierter Verband gehören für Naturland Öko-Kompetenz und soziale Verantwortung zusammen.