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Zuchtfisch: Am besten Bio-Qualität
Bio-Zertifikate garantieren bessere Standards im Vergleich zu konventionellen Zertifikaten

Bio-Label für Fisch aus Aquakulturen überzeugen im Vergleich zu konventionellen Zertifikaten durch höhere Qualitätsstandards. So lautet das Fazit einer Untersuchung der Umweltstiftung WWF Deutschland. Die Experten hatten 17 auf dem europäischen Markt verbreitete Zertifikate nach Umwelt-, Sozial-, Tierschutz- und organisatorischen Kriterien bewertet.

Knapp die Hälfte des von Menschen konsumierten Fisches wird inzwischen in Aquakulturen produziert. Doch das rasante Wachstum des Sektors ist zum Teil mit erheblichen Umweltschäden und sozialen Nachteilen verbunden. Durch Gütesiegel wird den Herstellern ein wirtschaftlicher Anreiz für eine nachhaltige Erzeugung geboten. Doch häufig sei Zuchtfisch keine bessere Wahl als Wildfisch.

Bio-Zertifikate, darunter auch die Label von zwei deutschen Verbänden, garantieren laut WWF bessere Standards. Naturland zeichne sich durch anspruchsvolle soziale Kriterien aus, Bioland durch hohe Umwelt- und Tierschutzstandards. Der WWF rät zum Kauf von Bio-Lachs, Bio-Shrimps und Forellen.

Zuchtfisch wie Lachs aus Norwegen oder Schottland, Mittelmeer-Dorade oder Nordsee-Miesmuscheln werden hingegen als "bedenklich" eingestuft.

Quellen:
Artikel: World Wide Fund For Nature (WWF)
Bild: www.oekolandbau.de