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Die staatliche Biokontrolle

Ökologischer Landbau ist eine Sache ohne wenn und aber: Erzeuger, Verarbeiter und Händler von Bio-Produkten werden streng kontrolliert und müssen ihre Zulassung jährlich unter Beweis stellen.

Kontrolliert wird durch staatlich zugelassene private Kontrollstellen, deren Prüfkriterien nach europäischer Norm festgelegt sind. Ein Betrieb wird mindestens einmal pro Jahr kontrolliert. Darüber hinaus werden auf einem fünftel aller Betriebe auch unangekündigte Kontrollen durchgeführt werden. Kontrolliert wird die gesamte Wertschöpfungskette, vom Rohstoff über die Verarbeitung bis hin zum Handel. Es muss detailliert Buch geführt werden über den Anbau, die Verarbeitung, die Haltung der Tiere, den Kauf von Betriebsmitteln sowie über den Verkauf von Produkten. Der Import von Erzeugnissen des ökologischen Landbaus aus Staaten außerhalb der EU unterliegt ebenfalls der EU Öko-Verordnung. Die Produkte müssen bezüglich Erzeugung, Verarbeitung und Kontrollbestimmungen mit den Vorschriften der EU "gleichwertig" sein.

Bei Verstößen dürfen die Produkte nicht weiter vermarktet werden.

Was geschieht bei einer Kontrolle?

Die Betriebsgebäude werden besichtigt.
Es wird überprüft, ob konventionelle und biologische Erzeugnisse getrennt gelagert werden.
Die Pflanzenbestände werden besichtigt und beurteilt.
Von Böden und Pflanzen werden stichprobenartig Proben genommen.
Die Aufzeichnungen zu Fruchtfolge und Düngung werden kontrolliert.
Die Saatgutherkunft wird überprüft.
Die Tierhaltung wird überprüft: Tierzukauf, Behandlung von
Krankheiten, Futtermittelherkunft, Haltungssysteme usw.
Die Kennzeichnung der Produkte wird kontrolliert.
Die Einhaltung der Verarbeitungsrichtlinien (Produktionsmethoden, Zusatzstoffe) wird überwacht.
Alle Warenflüsse (Zu- und Verkauf) werden überprüft.

Quelle:www.foel.de/176.0.html

Ausführliche Informationen zu Kontrolle und Kennzeichnung finden Sie auch unter www.allesoeko.net