Hintergrundinfo

Hochsaison Biogemüse

Jetzt ist es gesund, lecker, bunt und in großer Vielfalt im Angebot: Saisonales Biogemüse von Bohnen und Broccoli über Gurken, Tomaten bis hin zu Zucchini und mehr. Die reich gedeckten Tische auf dem Markt oder in den Regalen der Naturkostläden machen Lust darauf, neue Gerichte zu probieren und mit bisher unbekannten Gemüsesorten zu experimentieren. Die sind vielleicht in Wahrheit alte Kultursorten, welche vor allem im Biolandbau wieder ganz neu entdeckt werden. Das Ochsenherz ist so ein Beispiel: eine Tomate, die tatsächlich so groß ist wie ein Ochsenherz und hervorragend schmeckt. Sie geriet trotzdem in Vergessenheit, weil sie nur kurz haltbar und darum für die Vermarktung wenig interessant ist.

Biolandwirtinnen und Biolandwirte verzichten zugunsten der Umwelt auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Daher müssen sie, um ihre Ernte zu schützen, viel handwerkliche Mühe aufwenden. Unkraut jäten beispielsweise, aber auch sogenannte Nützlinge fördern. So fressen etwa Schlupfwespen und Marienkäfer für ihr Leben gerne Läuse. Dazu werden blütenreiche Feldsäume an den Wegrändern angelegt, Nistkästen für Vögel und Insekten gebaut und noch vieles mehr. Zudem wählen Biobäuerinnen und Biobauern Sorten, die nicht nur schmecken, sondern robust gegen Schädlinge und Krankheiten sind. Eine geeignete Fruchtfolge und eine günstige Nachbarschaft zwischen Pflanzenarten gehören auch zur vorbeugenden Pflanzenpflege. Beispielsweise vertreibt der starke Zwiebelduft die schädliche Möhrenfliege. Der zusätzliche Aufwand für Biobäuerin und Biobauer macht ihre Ware etwas teurer.


Bioanbau schützt die Umwelt

Der Preisunterschied zu herkömmlicher Ware macht in der Saison aber nur noch circa ein Drittel aus. Dafür ist das Gemüse in der Regel rückstandsfrei und der biologische Anbau schützt die Umwelt.

Studien haben zudem gezeigt, dass mehr sekundäre Pflanzenstoffe, oft unter dem Begriff Antioxidantien zusammengefasst, in Bioobst und -gemüse stecken. Es enthält häufig weniger Nitrat und durchschnittlich viermal weniger Rückstände an Pflanzenschutzmitteln.

Stand 04.08.2015