Hintergrundinfo

Nächstes Schuljahr an noch mehr Schulen Obst und Gemüse gratis
Minister Meyer: Schulobstprogramm toller Erfolg - Rund 700 ausgewählte Schulen online

Mehr als "one apple a day": Das unter der rot-grünen Landesregierung erstmals im nun zu Ende gehenden Schuljahr aufgelegte Schulobst- und Schulgemüseprogramm der Europäischen Union entwickelt sich zu einem echten Renner: 91 Prozent der bisher teilnehmenden Grund- und Förderschulen sowie Schulkindergärten wollen weitermachen und wurden jetzt vom Landwirtschaftsministerium für das kommende Schuljahr 2015/2016 bewilligt. Neben diesen 581 Schulen in allen Landesteilen kommen nun dank aufgestockter Mittel 114 Schulen erstmals hinzu.

So werden es im kommenden Schuljahr fast 700 Einrichtungen sein, die kontinuierlich mit Obst und Gemüse beliefert werden. "Das ist ein toller Erfolg", sagte Niedersachsens Verbraucherschutzminister Christian Meyer. "Diese Entwicklung hätte anfangs kaum jemand für möglich gehalten. Es war richtig, den Unkenrufen und Warnungen vor Bürokratiemonstern zu trotzen - und nicht nur etwas für die Gesundheit von Mädchen und Jungen zu tun, sondern auch etwas für den Absatz regional erzeugter Lebensmittel."

Für das Schuljahr 2015/16 werden die Mittel von 3,6 Millionen auf 4 Millionen Euro aufgestockt, ein Viertel davon trägt das Land. Somit können dann mindestens 110.000 Schülerinnen und Schüler in Grund- und Förderschulen sowie Schulkindergärten aber auch in Landesbildungszentren versorgt werden. Die Schulen müssen nun selbstständig eine Liefervereinbarung mit den Händlern oder Gemüsebauern abschließen. Das Schulobst- und Schulgemüseprogramm der EU schreibt vor, dass alle teilnehmenden Schulen ernährungspädagogische Begleitmaßnahmen anbieten. Hierzu zählen neben einem gesunden Schulfrühstück in der Klassengemeinschaft zum Beispiel auch eine Koch-AG, ein Ernährungsführerschein und ein Besuch beim Obst- oder Gemüsebauern oder eines außerschulischen Lernortes. Meyer: "Die Schülerinnen und Schüler kommen nicht nur auf den Geschmack gesunder Ernährung, sondern lernen auch etwas über Landwirtschaft und die leckere Zubereitung von Obst und Gemüse.

Teilnehmen am EU-Schulobstprogramm können Grundschulen von der 1. bis zur 4. Klasse und Förderschulen von Klasse 1 bis 6. Voraussetzung ist, dass das Obst und Gemüse kostenlos verteilt wird. Die Schulen haben die Möglichkeit, einen konventionellen oder einen ökologischen Lieferanten auszuwählen. Bisher entschieden sich mehr als 70 Prozent der Schulen für Obst und Gemüse ausschließlich aus ökologischem Anbau.

Niedersachsen ist Obstbauland Nr. 1 in Deutschland mit einem starken und wachsenden Bio-Anteil. "Da war es klar, dass wir neben sieben anderen Bundesländern auch endlich am aufgestockten EU-Schulobstprogramm teilnehmen. Wir setzen darauf, dass die niedersächsischen Obst- und Gemüsebauern diese Chance nutzen und gemeinsam mit den teilnehmenden Schulen für mehr heimisches Obst und Gemüse in Niedersachsens Klassenzimmern sorgen", sagte Verbraucherschutzminister Meyer. So haben nicht nur die Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrer etwas von den wöchentlichen Vitaminspritzen - es werden Niedersachsens Landwirten auch neue Absatzwege erschlossen.

Weitere Informationen gibt es auf www.schulobst.niedersachsen.de. Dort werden auch alle Schulen veröffentlicht, die im kommenden Schuljahr am Schulobst- und Schulgemüseprogramm der EU teilnehmen.

Stand 10.07.2015