Hintergrundinfo

Kalk
Für Bodenfruchtbarkeit und Nährstoffverfügbarkeit

Auf die Bedeutung der Erhaltungskalkung macht ein Beitrag in der Zeitschrift bioland aufmerksam. Regelmäßige Erhaltungskalkungen gehörten vor wenigen Jahrzehnten noch zum Standardprogramm im Ackerbau, werden aber seit einigen Jahren zunehmend vernachlässigt. Kalk ist wichtig für die Stabilisierung des standortspezifischen Boden-pH-Wertes und damit auch für die Pflanzenverfügbarkeit von Nährstoffen, u.a. Phosphor.

Durch Niederschlag und Pflanzenbewuchs gehen erhebliche Mengen Kalzium-Ionen verloren. Diese gilt es zu ersetzen, um eine gute Bodenstruktur zu erhalten und zu stabilisieren. Bei zu niedrigen pH-Werten (unter 4,5) werden Aluminium und Mangan freigesetzt, die schädlich für das Wurzelwachstum sind.

Kalkdünger werden in langsam wirkende Carbonate (kohlensaure Kalke) und rasch wirkende Oxide (Brannt- und Löschkalke) eingeteilt. Schnellwirkende Brannt- und Löschkalke sind im Bio-Landbau allerdings nicht zugelassen. Welche Kalkmengen nötig sind, geht aus Bodenuntersuchungen hervor. Und beim Kauf sollte vor allem auf die Reaktivität der basischen Bestandteile des Kalks geachtet werden, heißt es in dem Beitrag.

Renate Kessen

Stand 18.05.2015