Hintergrundinfo

Umstieg auf Bio lohnt sich

Heutzutage kann man fast alles im Bioladen kaufen: von der Möhre über Toilettenpapier bis zu Gesichtscreme und Putzmittel. Den Löwenanteil des Sortiments machen natürlich Lebensmittel aus. Die sind alle zertifiziert: Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin. Die Philosophie ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Im Ökobarometer 2013 (PDF-Datei) geben 22 Prozent der Befragten an, häufig beziehungsweise ausschließlich Biolebensmittel zu kaufen. 52 Prozent greifen gelegentlich zu Biolebensmitteln. Viele Menschen kommen über den Nachwuchs zum nachhaltigen Handeln und Einkaufen. Sie wollen ihren Kindern Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und andere Schadstoffe ersparen und die Umwelt so schützen, dass sie auch für die nachfolgenden Generationen intakt bleibt.

Optimum an Geschmack und Gesundheit

Doch der Umstieg auf Bio lohnt sich für jeden. Zum Beispiel, wenn es um gutes und gesundes Essen geht. Qualitativ hochwertige Lebensmittel stecken voller Aroma, Vitamine und Mineralstoffe. Es gehört zur Philosophie des ökologischen Landbaus, die Vielfalt der Sorten und damit auch Geschmacksnuancen von Gemüse, Obst und Nutztieren zu erhalten und zu fördern.

Regionale Erzeugung ist ebenfalls ein Prinzip des Bioanbaus. Wenn die Pflanzen und Früchte ausreifen können und an Klima und Boden angepasst sind, bringen sie dem Menschen auch ein Optimum an Geschmack und Gesundheit. Mehr Bio kaufen und essen ist also, wie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Lecker und zugleich gesund.

Zu teuer sagen Sie? Stimmt nicht. Wenn Sie Fleisch in Maßen essen und regional sowie saisonal einkaufen, dann ist der Biospeiseplan oft kaum teurer, als wenn Sie konventionelle Lebensmittel verwenden würden. Für viele erschwinglich und ein Gewinn - nicht nur für den eigenen Genuss, sondern auch für die Umwelt.

Bio kaufen lohnt sich

Für Nahrungsmittel geben Bundesbürgerinnen und -bürger durchschnittlich gerade mal elf Prozent ihres Nettoeinkommens aus. Natürlich gibt es genug Menschen, deren Einkommen unter dem Durchschnitt liegt. Biokost funktioniert jedoch auch mit etwas schmalerem Geldbeutel, wenn man möglichst viel selbst zubereitet und die Zutaten den Jahreszeiten entsprechend auswählt. Wir sagen Ihnen, warum es sich lohnt, Bio zu kaufen, wie Sie lecker und preisbewusst kochen können und wo Sie am besten einkaufen.

Mehr zum Thema

Wie erkenne ich Bioprodukte?

Wer Lebensmittel mit der Kennzeichnung "Bio" oder "Öko" in Verkehr bringt, muss sie nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erzeugt bzw. verarbeitet haben. Auch hinsichtlich der Deklaration gelten verpflichtende Vorschriften. Die deutschen Anbauverbände haben viele Richtlinien, die noch strenger sind. Lesen Sie, welche Verbände und Warenzeichen es gibt und was sie bedeuten.
Welche Zeichen gibt es und was sagen sie aus?

Regionale Einkaufsführer

Damit Sie den Weg zu Biolebensmitteln in Ihrer Nähe finden, informieren viele regionale Initiativen mit Einkaufsführern über Adressen für den Bioeinkauf vor Ort. In diesen kleinen praktischen Wegweisern finden Sie nicht nur die Adresse des nächsten Bioladens - meist mit Hinweisen auf besondere Sortimente - sondern auch interessante (Geheim-)Tipps für den Erlebniskauf in Sachen Bio.
Adressen in den Bundesländern

Preiswerte Bioküche

Diese Rezeptsammlung gibt Ihnen Anregungen für die Familienküche rund ums Jahr und für jeden Geschmack. Ganz bewusst haben wir Gerichte für die Alltagsküche ausgewählt, die mit einfachen Zutaten und ohne großen Aufwand auskommen. Die meisten Biorezepte benötigen eine Zubereitungszeit von maximal 30 bis 45 Minuten.
Einfach und gut: Biorezepte

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Kuchen und Gebäck aus Vollkornmehl - schmeckt das denn? Aber sicher! Denn Vollkornmehl ist längst nicht so eingestaubt wie sein Ruf. Weil bei Vollkornmehl das ganze Korn verarbeitet wird, ist das Mehl nicht nur dunkler (und gesünder), sondern auch geschmacksintensiver als ausgemahlene Mehle und gibt so manchem Kuchen oder Gebäckstück eine besonders raffinierte Note.
Mit Vollkorn backen - voll lecker

Stand 17.09.2014