Hintergrundinfo

aha weiht Passivhaus ein
Büro- und Sozialgebäude im Passivhausstandard / Energetisches Vorzeigegebäude kommt ohne Heizung aus

Auf dem Gelände der aha-Zentrale in Groß-Buchholz steht das größte Passivhaus-Bürogebäude im Stadtgebiet Hannovers. Das viergeschossige Gebäude mit 4.770 m² Nutzfläche gilt als energetisches Vorzeigeprojekt: Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz gehen Hand in Hand.

aha hat gut 9,5 Millionen Euro in das energetische Vorzeigeprojekt investiert, das ohne konventionelle Heizung auskommt. Im Vergleich zu Standardbürogebäuden benötigt das Passivhaus bis zu 70 Prozent weniger Energie. Möglich wird das durch eine thermisch sehr gut gedämmte Gebäudehülle, dreifach verglaste Fenster, eine wärmebrückenarme Konstruktion und die hohe Luftdichtheit des Gebäudes. Davon profitiert das Klima: Rund 213 Tonnen des klimaschädlichen CO2 bleiben der Umwelt erspart. Damit leistet aha einen zusätzlichen und nachhaltigen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität in der Region Hannover.

Die Entscheidung für den Neubau auf dem Gelände der aha-Zentrale in der Karl-Wiechert-Allee fiel 2009. Die Grundsteinlegung folgte 2011 nach einem ausgeschriebenen Architektenwettbewerb. Nach gut eineinhalb Jahren Bauzeit konnten 120 Mitarbeiter der aha-Verwaltung sowie die 110 Mitarbeiter der Betriebsstätte "Neue-Land-Straße" im April 2013 die neuen Räume beziehen. "Der Neubau des Büro- und Sozialgebäudes im Passivhausstandard ist ein herausragendes Beispiel für gelebtes Engagement im Klimaschutz in der Region Hannover", so Hauke Jagau, Regionspräsident der Region Hannover. "Der Bau des Passivhauses leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutzprogramm der Region."

Ökologische Abfallwirtschaft, ein hoher Sauberkeitsstandard und der Einsatz modernster Fuhrparktechnologie sind eine Selbstverpflichtung von aha und Beispiele für die Verantwortung als moderner, kommunaler Entsorgungsdienstleister. Der Neubau im Passivhausstandard ist da eine konsequente Weiterführung. "Heute werden ein sauberes Stadtbild sowie Entsorgungssicherheit und Umweltschutz für die Menschen immer wichtiger", erklärt Stefan Schostok, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover und führt aus: "Sie bilden die wesentlichen Säulen der Daseinsvorsorge und sind die Kernaufgabe und das Ziel von aha und aller kommunalen Entsorgungsbetriebe."

In den letzten Jahren wurden die Emissionsgase in Deutschland deutlich verringert. Die Abfallwirtschaft hat durch Abfallbehandlung und Verwertung dazu einen großen Beitrag dazu geleistet. Aber im Abfall steckt weiteres Potenzial zum Klimaschutz. "Als kommunales Unternehmen ist sich aha seiner besonderen Verantwortung bewusst und achtet auf höchstmöglichen Umweltschutz. Die Herausforderung liegt darin, mögliche Klimaschutz-Potenziale zu erkennen und auszuschöpfen", betont Kornelia Hülter, aha-Verbandsgeschäftsführerin, und ergänzt: "Mit dem Bau des Passivhauses hat aha einen Leuchtturm für die Region gesetzt."

Beispielhaft ist auch die 2011 ans Netz gegangene Photovoltaikanlage auf dem Dach des Werkstattgebäudes am zentralen Standort von aha in Groß-Buchholz. Auf einer Fläche von 1.400 m² produziert sie an Sonnentagen in der Spitze bis zu 65 kWp (Kilowatt Peak). In der Betriebsstätte Garbsen erwärmt die Sonne das Duschwasser für rund 100 Kollegen der Abfall- und Wertstoffabfuhr. Gezielte Fahrerschulungen führen zu einem deutlichen Rückgang im Treibstoffverbrauch der eingesetzten Fahrzeuge. Besondere Wärmedämmung bei der Sanierung der Betriebsgebäude und der konsequente Einsatz von Energiesparlampen sind Programm. Die gezielte Verstromung von Deponiegas und Biogas aus der Restabfallbehandlung wie auch die Abdeckung des Altkörpers auf der Deponie Hannover sind weitere Bausteine der Klimaschutzagenda von aha.

Stand: 23.06.2014