Hintergrundinfo

Reiche Ernte
Die Biokartoffeln sind reif!

Butter und Salz oder Kräuterquark: Mehr brauchen frische Pellkartoffeln nicht, um zum Geschmackserlebnis zu werden. Derzeit ist die Ernte der mittelfrühen Kartoffelsorten in vollem Gange. Späte Sorten können teilweise noch bis in den November hinein geerntet werden.

Es stecken viele wertvolle Nährstoffe in der tollen Knolle und das bei einem niedrigen Kaloriengehalt. Durch ihren hohen Anteil an Kohlenhydraten und Ballaststoffen sättigen Kartoffeln dennoch sehr gut. Eine Portion der Erdäpfel deckt schon etwa die Hälfte des Vitamin C-Tagesbedarfs. Außerdem enthalten Kartoffeln nennenswerte Mengen an B-Vitaminen, die wichtig sind für Haut, Haare und Nägel.

Die Knollen gehören bei uns zu den am häufigsten gekauften Lebensmitteln in Bioqualität. Sie machten 2012 schon 9,5 Prozent vom Gesamtumsatz auf dem Kartoffelmarkt aus. Der ökologische Landbau fördert die Vielfalt. Mittlerweile gibt es 170 verschiedene Biokartoffelsorten auf dem deutschen Markt. Darunter auch sehr seltene und alte Sorten, die es oft nur direkt beim Bauern oder auf dem heimischen Wochenmarkt zu kaufen gibt.

Sortenvielfalt

Die Kartoffelsorten unterscheiden sich in Aussehen, Geschmack, Reifezeit und in ihren Kocheigenschaften. Es gibt mehlig-, vorwiegend fest- und festkochende Biokartoffeln, wobei diese früh-, mittelfrüh- oder auch spätreifend sind. Ihre Farben gehen von gelb über rosa und lila bis ins blau-schwarze, wobei sie rund, oval oder länglich sein können.

Die Sorte Rosa Tannenzapfen ist zur Kartoffelsorte des Jahres 2013 gekürt worden. Wegen ihrer Form, die schwierig zu schälen ist, wurde sie fast vom Markt verdrängt. Ihr Titel soll sie wieder bekannter machen, um die Vielfalt in der Kartoffelwelt zu fördern. Wer einmal in ihr gelbes, festkochendes Fleisch gebissen hat, wird sie lieben. Der Rosa Tannenzapfen besticht durch ein sehr fruchtig intensives Aroma. Ab Mitte September ist die kleine Köstlichkeit reif, da sie zu den späten Sorten gehört.

Tipps für die Zubereitung

Die Liste an Biokartoffelrezepten ist schier unendlich und reicht von Salzkartoffeln über Püree und Knödel bis hin zu Aufläufen und Suppen. Aus der deutschen Küche ist sie nicht wegzudenken. Denn Biokartoffeln lassen sich dämpfen, dünsten, kochen, backen und frittieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Für Pellkartoffeln verwendet man am besten eine vorwiegend festkochende Sorte, da ihre Schale beim Kochen nicht so schnell aufplatzt. Das beste Kartoffelpüree wird aus mehligkochenden Kartoffeln zubereitet. Ebenso Klöße oder Suppen. Der beliebte Kartoffelsalat sollte dagegen aus festkochenden Kartoffeln gemacht werden, da diese nach dem Schneiden nicht zerfallen.



Stand 18.09.2013