Hintergrundinfo

Die Sonne einfach ausblenden- Rollos und Co. schützen vor Hitze
Energie sparen, Schäden vermeiden und Komfort erhöhen - DBU-Kampagne: Tipps zum Selbermachen

Osnabrück. Klimaanlagen sind teuer und verbrauchen unnötig viel Strom. Doch was tun, wenn die Sonne die eigene Wohnung bei hochsommerlichen Temperaturen in eine Sauna verwandelt? "Da gibt es ganz einfache Kniffe, die man beachten kann. Zum Beispiel können Hausbewohner die Sonne mit Rollläden und Außenjalousien einfach ausblenden", weiß Janet Simon, Regionalbetreuerin der Klimaschutz- und Informationskampagne "Haus sanieren - profitieren" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Damit sänken die Temperaturen im Haus um bis zu 30 Prozent. Im zweiten Teil der Serie "Wohlfühlen im Haus - Tipps zum Sparen und Selbermachen" gibt die Expertin Tipps, wie Lamellen, Jalousien und Co. die Wärme einfach und wirkungsvoll aus dem Haus halten.

Sonnenschutz von außen wie Rollläden, Fensterläden, Raffstores oder Markisen halte im Sommer die Sonne ab und im Winter die Wärme im Raum. Insbesondere bei älteren Fenstern mit Einscheibenverglasung könnten vollständig heruntergelassene Rollläden den Wärmeverlust verringern. "Das funktioniert allerdings nur dann, wenn der Rollladenkasten entsprechend gut gedämmt ist", weiß Simon. Im Sommer verringerten geschlossene Rollläden den Temperaturanstieg in den Räumen. Markisen und Sonnensegel setzten nicht nur optisch Akzente. Auch sie senkten die Wärme im Raum.

Wenn von außen kein Sonnenschutz angebracht sei, könnten auch innenliegende Rollos, Jalousien oder Vorhänge helfen. Die seien zwar weniger effektiv, hätten aber auch einen Vorteil: "Im Gegensatz zu außen angebrachten Sonnenschützern, sind innen liegende nicht Wind und Wetter ausgesetzt", so Simon. Auch bei längerer Abwesenheit könnten so genannte Faltstores, Innenrollos und Lamellen geschlossen bleiben und etwa Wohnungspflanzen vor Überhitzung schützen. Am besten reflektierten hell beschichtete Jalousien und Blenden das Licht und böten damit den besten Schutz vor Hitze.

Wer wissen möchte, wie hoch der Wärmeschutz seiner Fenster ist, könne den kostenlosen DBU-Energie-Check machen. "Dabei nehmen eigens geschulte Handwerker, Architekten und Energieberater sämtliche Gebäudeteile ins Visier und bewerten sie nach ihrer Energieeffizienz", erklärt Simon. Bundesweit seien bereits mehr als 12.000 Partner darin geschult worden, den Check durchzuführen. Weitere Infos finden Hausbesitzer auf der Seite www.sanieren-profitieren.de.


Hintergrund

Die DBU-Kampagne "Haus sanieren - profitieren" berät mit Hilfe eines kostenlosen Energie-Checks Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die ihre Immobilie energetisch sanieren möchten. In einer fünfteiligen Serie geben die Experten der Kampagne Tipps, wie Hausbesitzer durch einfache Tricks zum Selbermachen Energie sparen, Schäden am Haus vermeiden und damit ganz nebenbei ihren Wohnkomfort erhöhen.


Stand 24.06.2013