Hintergrundinfo

Neues EU-Saatgutrecht: Vielfalt muss das Maß der Dinge sein

Berlin, 13.06.2013. Heute lädt die EU-Kommission nach Brüssel, um dem Europäischen Parlament und NGO-Vertretern ihre Vorschläge für das neue Saatgutrecht vorzustellen. Dazu der Kommentar vom Vorsitzenden des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein:

"Das neue Saatgutrecht muss für mehr Vielfalt auf dem Acker sorgen. Daran gemessen sind die Vorschläge der EU-Kommission völlig unzureichend: Durch bürokratische Hürden im neuen Saatgutrecht würden innovative Ansätze, die für kleinere Märkte von hoher Bedeutung sind, erstickt. Es würde verhindert, dass Sorten entwickelt werden, die mit weniger Dünger und Pestiziden als üblich auskommen - Sorten, die unter anderem von Öko-Züchtern entwickelt und von Öko-Bauern benötigt werden.

Wir fordern, dass das EU-Parlament, das jetzt Vorschläge der Kommission berät, dafür Sorge trägt, dass eine vielfältige Züchtung möglich ist. Denn die vielfältige Züchtung von heute ist die Vielfalt auf dem Acker von morgen. Sie ist notwendig, damit die Landwirtschaft aus einem breiten Pool an Sorten und Arten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften schöpfen kann. Nur so kann die Landwirtschaft auf veränderte Umweltbedingungen und neue Anforderungen reagieren.

Der BÖLW fordert daher:


Stand 17.06.2013