Hintergrundinfo

Zum Start der Badeseesaison am 15. Mai 2013 in der Region Hannover
Wasserqualität in allen EU-Badegewässern einwandfrei

Region Hannover - Schwimmen, plantschen, schnorcheln: Dem Badevergnügen unter freiem Himmel steht in der Region Hannover nichts entgegen. Zumindest nicht aus hygienischer Sicht: Zum Start der diesjährigen Badeseesaison ist die Wasserqualität an allen 25 EU-Badestellen sehr gut. Das besagen die Analysen der Wasserproben, die der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover Ende April gezogen hat. Bis zum 15. September überwachen nun Hygieneinspektoren regelmäßig den Zustand der Gewässer. Die Befunde werden für jeden See auf www.hannover.de veröffentlicht.

Während der Saison untersucht der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover das Wasser bakteriologisch auf zwei Keimarten: auf so genannte Intestinale Enterokokken und Escherichia coli. Außerdem prüfen die Hygieneinspektoren den See anhand der Sichttiefe auf das Vorkommen von Blaualgen, die beim Verschlucken gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Auch den allgemeinen hygienischen Zustand einer Anlage nehmen die Inspektoren in den Blick. "Die Badeseen sind zum Start der Saison in einem sehr guten Zustand", so Dr. Konrad Wolfarth vom Fachbereich Gesundheit der Region Hannover.

Überschreiten die Ergebnisse der Wasserproben die von der Niedersächsischen Badegewässerverordnung vorgeschriebenen bakteriologischen Grenzwerte, spricht die Region Hannover ein Badeverbot aus. Treten vermehrt Blaualgen auf, wird vor dem Baden gewarnt. In beiden Fällen erhalten die Badeseegäste mit Schildern direkt am See einen Hinweis auf Verbot oder Warnung, außerdem erfolgt ein entsprechender Eintrag auf der Internetseite. In der Region Hannover sind 23 Seen mit 25 EU-Badestellen gelistet. An allen übrigen Gewässern besteht generelles Badeverbot.

Einfluss auf die Wasserqualität hat vor allem das Wetter. Lang anhaltender Sonnenschein über mehrere Tage kann den Wuchs von Blaualgen fördern. In Folge lang anhaltender Niederschläge können Einschwemmungen vom Ufer die mikrobiologischen Befunde negativ beeinflussen. Auch Ausscheidungen von Wasservögeln können die Wasserqualität vermindern - vor allem dann, wenn sich in der Nähe der Badestelle zahlreiche Tiere aufhalten. "Wir bitten daher Passanten darum, Wasservögel nicht zu füttern", sagt Umweltmediziner Dr. Wolfarth.

Für jeden der Badeseen hat der Fachbereich Gesundheit ein ausführliches Gewässerprofil erstellt, das die Badenden direkt am See anhand großer Tafeln und im Internet unter anderem über die natürliche Beschaffenheit, Größe und Gewässerqualität informiert. Alle Seen in der Region Hannover haben nach den im letzten Jahr erstmals eingeführten Kriterien der Europäischen Union ausgezeichnete oder gute Wasserqualität.

Wasserprobe am Strandbad Maschsee in Hannover:
Tereza Klocke vom Fachbereich Gesundheit der
Region Hannover kontrolliert die Wasserqualität.


Dr. Konrad Wolfarth weist zugleich darauf hin, dass starker Pflanzenwuchs in den Seen aus hygienischer Sicht kein gesundheitliches Risiko darstellt und nicht unbedingt auf eine Verschmutzung hinweist. "Bei Naturgewässern ist es nun mal selbstverständlich, dass darin auch Pflanzen leben und wachsen."

Aktuelle Informationen über Wasser und Freizeit in Region und Stadt Hannover bietet der Online-Bäderführer auf www.hannover.de. Hier gibt es weitere Infos nicht nur zu Badeseen, sondern auch zu allen Schwimmbädern. Detaillierte Informationen zu den Badeseen stehen auf der Internetseite "EU-Badegewässer in der Region Hannover" - mit weiteren Hinweisen auch über Blaualgen oder Badedermatitis.


Die Badestellen der freien Badegewässer in der Region Hannover im Überblick:


Stand 14.05.2013