Hintergrundinfo

Klotzen statt kleckern
Entwicklungsmöglichkeiten des Bio-Landbaus

(aid) - Die Umstellung ganzer Dörfer und/oder Regionen ist besonders aussichtsreich für eine Ausweitung des ökologischen Landbaus in Deutschland. Durch überbetriebliche Zusammenarbeit und größere ökologisch bewirtschaftete Räume/Flächen könnten positive Effekte bei der landwirtschaftlichen Erzeugung und bei Natur- und Umweltschutz realisiert werden. Das ergab eine Studie, die Professor Ulrich Köpke und Paul Martin Küpper vom Institut für Organischen Landbau der Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn erstellt haben.

Um den Bedarf an Bio-Produkten aus inländischer Produktion besser decken zu können, müsse Ziel sein, solche Betriebe für den ökologischen Landbau zu gewinnen, die in ihrer eigenen Struktur oder in Kooperation mit Nachbarbetrieben dem Ideal des Organisationsprinzips des landwirtschaftlichen weitgehend in sich geschlossenen Betriebsorganismus als Gemischtbetrieb leicht entsprechen könnten.

Diese Betriebe würden oftmals extensiv bewirtschaftet. Sie seien vielfach in Halbgunstlagen, als Einzelgehöfte und in Dörfern des Hügellandes und der Mittelgebirge zu Hause. Oftmals hätten sie für eine längerfristige Betriebserhaltung nicht genug Fläche und keine Hofnachfolge.

Die Umstellung ganzer Dörfer oder Regionen kann nach Ansicht der Wissenschaftler die Arbeitsteilung und Spezialisierung im Rahmen eines übergreifenden Betriebsorganismus möglich machen. Externe Beschäftigungsmöglichkeiten könnten eher wahrgenommen werden und durch Betriebsaufgabe seien auch moderatere Land- und Pachtpreise wahrscheinlich.

Nicht zuletzt sei ein neues und effizientes Zusammenwirken der Marktteilnehmer zu erwarten, das die hohe Nachfrage nach Produkten der Region sicherstellen könne.

Britta Klein, www.aid.de

Stand 14.05.2013