Hintergrundinfo

Wissen, wo's herkommt

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher wollen sich nicht nur gesund ernähren, sondern interessieren sich auch für die Herkunft der Produkte, die sie in ihren Einkaufskorb legen. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, wer beispielsweise Möhren, Kartoffeln oder Kohl angebaut und geerntet hat. Hofläden und Erzeugermärkte punkten diesbezüglich bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Doch auch wenn dieser direkte Kontakt nicht da ist, können die Kundinnen und Kunden manche Erzeuger via Internet kennenlernen.

Vom Acker auf den Teller

Die Bio mit Gesicht-Initiative macht im Internet transparent, woher Bioprodukte kommen und wie sie erzeugt und verarbeitet werden. Äpfel, Kartoffeln oder Möhren tragen auf der Verpackung eine Bio mit Gesicht-Nummer.

Der Einkauf im Hofladen ist
nicht jedem möglich.
Inzwischen können Kunden
auch via Internet mehr
über die Landwirte erfahren.
Foto: Thomas Stephan, BLE

Gibt der Verbraucher diese in ein Suchfeld auf der Bio mit Gesicht-Internetseite ein, kann er die Landwirte, von denen die Ware stammt, per Text und Bild kennenlernen.

Die Erzeugerinnen und Erzeuger erzählen, was ihren Hof und ihre Arbeit ausmacht, was sie anbauen, wie sie den Boden beackern und welche Tiere sie halten. Das Besondere: Auch für zusammengesetzte Produkte wie Kartoffelpuffer gibt es detaillierte Informationen. Der Kunde erfährt nicht nur, von welchem Betrieb die Kartoffeln und die Zwiebeln aus den Puffern stammen, sondern auch, welche Mühle den Weizen gemahlen hat - samt Fotos aller Beteiligten.
Bio mit Gesicht

Auf der Homepage der Andechser Molkerei Scheitz erfahren die Kundinnen und Kunden für viele Produkte, wo die Milch darin herkommt. So kann man beispielsweise den "ökologischen Weg" des Rahmjoghurts Mango-Vanille verfolgen, indem man dessen Mindesthaltbarkeitsdatum in ein Suchfeld eingibt. Es erscheint eine Karte, auf der die Bauernhöfe, von denen die Biomilch stammt, als rote Punkte eingezeichnet sind. Da die Erzeuger an Molkereien liefern, sind das in der Regel mehrere Betriebe. Zu allen kann ein Hofsteckbrief aufgerufen werden. Woher die Frucht kommt, bleibt allerdings offen.
Andechser: Woher kommt die Biomilch

Kooperativen stellen sich vor

Etwa 180 FairTrade-Produkte tragen ebenfalls einen Code, der nach Eingabe auf der Internetseite von FairTrade Deutschland zeigt, wo beispielsweise der Kakao, der Zucker und die Vanille einer Schokolade angebaut werden. Die Zutaten stammen jeweils aus landwirtschaftlichen Kooperativen, deren Porträts man mit einem Klick erreicht. Bis zum einzelnen Landwirt gelangt man leider nicht.
Fair Trade: Wer die Produkte produziert

Auch wenn der Kontakt via Internet den persönlichen nie ganz ersetzen kann: Zu wissen, wo ein Produkt herkommt, schafft beim Verbraucher Vertrauen. Firmen, die solche Konzepte entwickeln, zeigen Transparenz und Wertschätzung für ihre Lieferanten und Kunden.