Hintergrundinfo

Erdgasauto gewinnt Umweltvergleich
dena: Wer mit Erdgas fährt, schont die Umwelt und schützt sich langfristig vor hohen Kraftstoffkosten

In der neuen Auto-Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland liegt ein Erdgasfahrzeug vorn. Der VW eco up! gewinnt den Test mit Emissionswerten von nur 79 Gramm CO2 pro Kilometer vor einer Reihe von Hybridfahrzeugen und kleinen Autos mit Benzinmotor. Auch bei den Kraftstoffkosten schneidet das sparsame Erdgasauto am günstigsten ab. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) gratuliert dem Testsieger und empfiehlt allen Autofahrern, die Kosten sparen und die Umwelt schonen wollen, auf Erdgasfahrzeuge umzusteigen.

"Wer mit Erdgas fährt, kann auch bei Rekordpreisen für Benzin und Diesel entspannt bleiben", sagt Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Erdgasfahrzeuge verursachen aktuell für die gleiche Fahrleistung nur halb so viel Kraftstoffkosten wie ein Benziner und ein Drittel weniger als ein Diesel. Auch beim Umwelt- und Klimaschutz bieten Erdgasfahrzeuge klare Vorteile, ganz besonderes dann, wenn dem Erdgas aus erneuerbaren Quellen gewonnenes Biomethan beigemischt wird."

Erdgas gibt es mittlerweile an über 900 Tankstellen in ganz Deutschland. An über 220 Tankstellen wird auch Biomethan als Beimischung angeboten, an über 90 in Reinform. Biomethan kann sehr effizient aus nachwachsenden Rohstoffen oder Reststoffen wie Klärschlamm hergestellt werden.
Erdgasfahrzeuge gibt es bei vielen Herstellern in den unterschiedlichsten Fahrzeugklassen, vom Kleinwagen bis zum Mini-Van. Auch in früheren Verbrauchertests wurden Erdgasfahrzeuge bereits für ihre Sparsamkeit und Umweltfreundlichkeit ausgezeichnet. Im Januar gewann ein Erdgasfahrzeug den "Gelben Engel" des ADAC in der Kategorie "Auto der Zukunft".

Die dena koordiniert die "Initiative Erdgasmobilität", die sich dafür einsetzt, den Anteil von Erdgas und Biomethan in Deutschland, wie von der Bundesregierung beabsichtigt, zu erhöhen. Ausgehend vom derzeitigen Anteil von 0,3 Prozent am Kraftstoffmix haben diese Alternativen bis 2020 in Deutschland ein Potenzial von bis zu vier Prozent - das wäre ein Wachstum um mehr als den Faktor 10. Die Initiative vereint Fahrzeughersteller (Daimler, Fiat, Iveco Magirus, Opel, Volkswagen Konzern, VDIK - Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller), Mineralölwirtschaft (BP / Aral, Shell, UNITI - Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen), Gaswirtschaft (erdgas mobil, Wingas), Biogaswirtschaft (VERBIO), Gastechnik (figawa - Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach) und den ADAC.

Schirmherr ist das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Im Herbst wird die Initiative einen Zwischenbericht zur Entwicklung der Erdgasmobilität präsentieren.

Mehr Informationen der Initiative Erdgasmobilität unter www.erdgasmobilitaet.info

Stand: 29.08.2012