Hintergrundinfo

Alles eitel Sonnenschein

Sobald es draußen wieder wärmer wird, treibt es viele zum Sonnenbaden ins Freie. Die warmen Strahlen sorgen für gute Laune und bringen Farbe ins Gesicht. Unsere Haut bräunt, weil sie sich vor den gefährlichen UV-Strahlen schützen will. Je nach Hauttyp braucht sie erst einmal einige Tage bis Wochen, bis die gebildeten Farbstoffe und eine dickere Hornschicht die Strahlen in Schach halten können. Wenn nicht, gibt's einen Sonnenbrand. Für Betroffene ist das zunächst eine kurze, wenn auch schmerzhafte Erfahrung, die sie schnell wieder vergessen. Die Haut jedoch vergisst nicht. Je häufiger sie durch Sonnenstrahlen geschädigt wird, desto schneller altert sie - und noch schlimmer: Auch das Hautkrebsrisiko steigt.

UV-Filter schützen
Was also tun? Bei Aktivitäten im Freien sollten Sie immer auf einen guten Sonnenschutz für Ihre Haut achten. Langärmlige dünne T-Shirts und Hosen sowie ein Sonnenhut schonen unsere empfindliche Hülle, jedoch leider nicht komplett. So lässt Baumwollbekleidung noch ca. sechs Prozent des Lichtes durch, ist sie nass, sogar bis zu 20 Prozent.

Oliver Haja / www.pixelio.de


Bleibt der Griff zum Sonnenschutzmittel mit mehr oder weniger hohem Schutzfaktor. Die angebotenen Sonnencremes schützen entweder mit synthetischen oder mineralischen UV-Filtern. Letztere werden vor allem in Naturkosmetikprodukten verwendet. Sie verbleiben als mineralische Pigmente auf der Hautoberfläche und reflektieren dort die UV-Strahlung wie kleine Spiegel. Chemische Sonnenschutzprodukte dagegen absorbieren die Strahlung und wandeln sie in Wärme um. Dabei stehen sie im Verdacht, im Körper ähnlich wie Hormone zu wirken und führen zudem bei empfindlichen Menschen mitunter zu allergischen Reaktionen. Ein weiterer Nachteil: Ihren vollen Schutz entwickeln sie erst etwa eine halbe Stunde nach dem Auftragen. Mineralische Sonnenschutzprodukte schützen dagegen sofort. Aus diesen Gründen raten Experten dazu, für Allergiker und Kleinkinder nur Produkte mit mineralischen UV-Filtern zu verwenden.

Wie lange hält Sonnencreme?
Haben Sie noch Sonnencreme aus dem vergangenen Jahr übrig? Wenn Sie unsicher sind, ob die Creme noch gut verwendbar ist, prüfen Sie doch einfach nach: Haben sich die Phasen des Produkts bereits getrennt, ist die Wirkung der Filtersubstanzen nur noch eingeschränkt vorhanden. Und: Die Creme sollte sich nicht ranzig anfühlen oder schlecht riechen. Ist beides nicht der Fall, kann die "alte" Sonnencreme ruhig noch aufgebraucht werden. Einem herrlichen Sonnentag ohne böse Folgen für Ihre Haut steht dann nichts mehr im Weg.