Hintergrundinfo

Sommerportulak: Säuerlich und leicht nussig

Jetzt sorgt der Sommerportulak für Abwechslung auf dem Speiseplan. Das vitaminreiche Blattgemüse hat ein erfrischend säuerliches Aroma und wird vor allem im Salat verwendet. Bereits die alten Ägypter schätzten den Portulak, auch Postelein genannt, als Gemüse und Heilpflanze. Denn das Kraut soll beispielsweise den Cholesterinspiegel und den Blutdruck senken, blutreinigend wirken und Verdauungsbeschwerden lindern.

In Europa wurde Portulak im Mittelalter angebaut, ist aber dann in Vergessenheit geraten. Nun findet er wieder den Weg in die Küche. Mit den jungen Trieben und den fleischigen Blättern lässt sich ein sommerlicher Salat zubereiten. Man kann ihn mit knusprigen Croutons, aber auch Birnenwürfeln und Rosinen garnieren. Portulak schmeckt pur und in Kombination mit Salatgurken, Tomaten, Kopfsalat und Radicchio. Mit seiner leicht nussigen Note verfeinert das Gemüse Quark, Suppen und Kräutersoßen. Hobbyköche können ihn aber auch kurz wie Spinat blanchieren oder in Butter schwenken und als Fleischbeilage reichen. Die Blütenknospen werden von Feinschmeckern als Kapernersatz geschätzt. Da das Kraut leicht salzig schmeckt, sollten Speisen mit Portulak nur vorsichtig gewürzt werden.

Heike Kreutz, aid

Stand: 06.07.2011