Hintergrundinfo

An der Gartenfront
Ein Heer von Insekten, Schnecken und Gewürm macht Gärtnern die Ernte streitig. Helfer in der Not sind Marienkäfer oder Schlupfwespen.

Es ist gemein. Da buckelt man und buddelt - und wenn es Zeit zu ernten ist, laben sich andere an den Früchten der Arbeit. Schmierläuse, Trauermücken oder Dickmaulrüssler sind nur einige der natürlichen Feinde des Gärtners. Solche Plage-geister lassen sich in Schach halten, indem man gezielt Nützlinge fördert oder sogar ansiedelt. Ein einziger Marienkäfer beispielweise vertilgt bis zu 100 Blattläuse pro Tag und frisst sich regelrecht durch eine Blattlauskolonie. Doch damit nicht genug: Schlupfwespen legen ihren Nachwuchs in Raupen.

Laufkäfer jagen Schnecken und Kartoffelkäfer. Flor- und Schwebfliegen haben ebenfalls Blattläuse auf dem Speisezettel. Solche Nützlinge lieben es, wenn Teile des Gartens weniger kultiviert werden und Verstecke bieten.

Einzelne Anbieter haben sich darauf spezialisiert, Nützlinge zu züchten und per Post zu verschicken. So lassen sich Fadenwürmer besorgen, um beispielsweise Dickmaulrüssler oder Maulwurfsgrillen unter Kontrolle zu halten, die sonst jedes Karottenbeet vernichten. Kosten für eine ausreichende Zahl an Fadenwürmern: rund 0,50 bis 0,80 Euro pro Quadratmeter. Weitere Informationen unter Tel. (0 43 07) 69 81 oder im Internet unter www.nuetzlingsberater.de oder www.umwelthygiene.de

Buchtipp: Pflanzenschutz-Praxis. blv. 128 Seiten, 12,95 Euro.
Pflanzenschutz im Garten. 64 Seiten, 2,50 Euro. Zu bestellen unter AID, Tel. (02 28) 8 49 90, Internet: www.aid.de

Freunde mit Zange

Ohrenkneifer sind gute Verbündete gegen Blattläuse. Sie sind nachtaktiv und halten sich tagsüber verborgen. Um die fleißigen Blatt-lausjäger zu hegen, empfahl man früher, ausgehöhlte Pferdehufe aufzuhängen. Ein umgedrehter Blumentopf tut es auch. Man füllt ihn mit Stroh oder Holzwolle und lässt ihn einige Zeit auf dem Boden stehen. Schließlich kann man diese Ohrenkneiferglocken in Obstbäume oder Sträucher hängen - je nachdem, wo die Helfer gerade gebraucht werden.


Quelle: "natur & Kosmos" www.natur.de