Hintergrundinfo

Kirschfruchtfliege: Gelbe Klebefallen schützen das Obst

Wer im Sommer reichlich Süßkirschen ernten möchte, sollte beleimte Fallen für Kirschfruchtfliegen in den Bäumen aufhängen. Denn jetzt legen die Schädlinge ihre Eier ab, warnt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Besonders gefährdet sind mittlere und spät reifende Süßkirschensorten, während Sauerkirschen nur selten befallen werden. Die schwarzen Fliegen werden von der gelben Farbe der Falle angelockt und bleiben an dem Leim kleben.

Die Kirschfruchtfliege ähnelt in ihrem Aussehen der Stubenfliege, hat aber gelbliche Beine und zwischen den Flügeln ein gelbes dreieckiges Schildchen. Mitte Mai bis Anfang Juni beginnen die Weibchen mit der Eiablage und sind bei warmer trockener Witterung besonders aktiv. Die Kirschen werden angestochen, wenn sie sich von gelb nach gelbrot verfärben. Jede Frucht kann nur ein Ei aufnehmen, aus dem die kleine weiße Made schlüpft und das Fruchtfleisch in eine faule Masse verwandelt. Die voll entwickelte Larve lässt sich auf den Boden fallen, verpuppt sich, und im nächsten Frühjahr schlüpft die neue Generation. Hobbygärtner können einem erneuten Befall vorbeugen, indem sie vorzeitig abgefallene Früchte auflesen und die Bäume frühzeitig und restlos abernten.

Heike Kreutz, aid

Stand: 08.06.2011