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BÖLW-Verbraucherinformation: E.Coli auf spanischen Bio-Schlangen-Gurken ist nicht der EHEC-O104 Erregerkeim

Das Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt hat am 25. Mai 2011 auf vier getesteten Schlangen-Gurken EHEC-Erreger identifiziert. Drei der Gurken stammen sicher aus Spanien. Zwei Gurken spanischer Herkunft stammen laut Aussage der Behörde aus biologischem Anbau. Der deutsche Importeur der Bio-Gurken hat die betreffenden Gurken bei seinen Kunden in Zusammenarbeit mit den Behörden zurückgerufen. Die Behörden in Spanien überprüfen und beproben die Betriebe, aus denen die betroffenen Chargen stammen.

Wie die Hamburger Behörde inzwischen mitteilte, sind die auf den Bio-Gurken gefundenen E. coli nicht der EHEC-Erregerstamm O104, der Auslöser der aktuellen Krankheitswelle ist.

Damit ist der Ursprung der Infektion weiter unklar. Auf Gemüse und Salat aus deutschem Anbau sind bislang trotz intensiver Suche keine entsprechenden Keime gefunden worden. Das spricht dafür, beim Einkauf auf die Herkunft aus Deutschland zu achten. Dennoch ist zu empfehlen, bei der Zubereitung von Speisen besonders sorgfältig hygienische Maßnahmen anzuwenden. Auf diese Weise kann man sich auch weiterhin gesund und abwechslungsreich ernähren.

Die Sorge und das Mitgefühl der deutschen Biobranche gilt vorrangig den durch Infektionen mit dem EHEC-Bakterium betroffenen Menschen. Darüber hinaus gibt es eine wirtschaftliche Betroffenheit vieler Gemüsebauern, die zunehmend existenziell wird.

Behörden, Kontrollstellen und die betroffenen Unternehmen verfolgen mit Hochdruck alle Spuren weiter, um die Kontaminationsquelle der EHEC-Erreger zu identifizieren. Die Verbände der deutschen Bioerzeuger und -händler, die im BÖLW zusammengeschlossen sind und die betroffenen Handelsunternehmen unterstützen die Untersuchungen der Behörden mit ihren Kontakten und langjährigen Erfahrungen.

Stand: 31.05.2011