Hintergrundinfo

Brennnessel: Das fein-säuerliche Frühlingsgemüse aus der Natur

Im Frühling können sich Feinschmecker auf frische Brennnesseln freuen. Die jungen Blätter mit dem fein-säuerlichen Aroma lassen sich in der Küche vielseitig verwenden. In Kombination mit Löwenzahn, Sauerampfer und Bärlauch können Hobbyköche einen herrlichen Wildkräutersalat zubereiten. Dazu werden die gewaschenen Brennnesselblätter mehrmals mit einer Teigrolle bearbeitet oder kurz mit heißem Wasser übergossen, um die unangenehme Wirkung der Nesselhaare zu verhindern. Die Brennnessel ist aber auch in der Suppe, in Pfannkuchen, im Rührei und in selbst gemachter Kräuterbutter ein Genuss.

Als Gemüse werden die Blätter ähnlich wie Spinat zunächst in kochendem Salzwasser blanchiert, abgetropft, grob gehackt und mit gedünsteten Zwiebeln kurz erhitzt. Anschließend kann man das Frühlingsgemüse mit Salz, Pfeffer, Muskat, eventuell Zitronensaft und einem Schuss Sahne verfeinern. Brennnesseln können in den Monaten Mai bis Juli gesammelt werden - am besten an geschützten Standorten wie im eigenen Garten und am Waldrand, möglichst nicht direkt an der Straße oder am Acker. Handschuhe schützen die Haut vor den Brennhaaren. Die jungen, etwa 20 cm hohen Pflanzen sind besonders zart und aromatisch. Aber auch die Triebspitzen von größeren Brennnesseln lassen sich in der Küche verwenden.

Heike Kreutz, aid

Stand: 04.05.2011