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Friedliebende Nützlinge - hohe Aktivität der Wildbienen während der Nistzeit

Jetzt geht es wieder los: Das warme Frühlingswetter lockt die Wildbienen aus ihren Überwinterungsverstecken - sie kriechen aus dem Boden, dem Rasen im Vorgarten, zwischen Gehwegsplatten oder aus dem Sandkasten am Kinderspielplatz hervor. Sie fliegen dicht über dem Boden, den Grasflächen oder vor Mauerritzen, Lehmgefachen, Reetdächern und sonstigen Unterschlüpfen in Wänden. Wildbienen beginnen im Frühjahr mit dem Bau ihres Nestes bzw. Staates. Die kleinen Insekten mit ihrem Stachel, dem sogenannten "Wehrstachel", lösen bei vielen Menschen Verunsicherung aus. Können sie gefährlich sein, insbesondere für kleine Kinder? Wie verhält man sich am besten, wenn die Tiere in der Nähe nisten? Das Institut für Bienenkunde Celle des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) rät, sich mit den Lebensgewohnheiten dieser nützlichen Tieren vertraut zu machen.

Die Wildbienen gehören in Deutschland zu den besonders geschützten Arten - es gibt annähernd 550 verschiedene. Die Hummeln gehören wohl zu den bekanntesten. "Diese Bienen sind sehr friedfertig und stechen nur dann, wenn man sie mit den Fingern drücken würde. Der überwiegende Teil dieser Wildbienen besitzt einen so weichen Stachel, dass dieser nicht einmal die menschliche Haut durchdringen könnte", erläutert Dr. Otto Boecking vom LAVES Institut für Bienenkunde. Die Tiere interessieren sich nicht für Essen oder süße Getränke. Sorge müsse man sich noch nicht einmal um kleine Kinder machen, selbst wenn die Bienen in ihrer Nähe nisten. Es empfiehlt sich eine Zeitlang abzuwarten, denn die Bienen sind nur kurze Zeit aktiv. Nach ein paar Wochen - wenn die Nester gebaut sind - kehrt wieder Ruhe ein. Außerdem könne man sie sehr gut beobachten und Kindern dadurch das Leben der Wildbienen gut nahe bringen.

"Die Wildbienen sammeln fleißig Pollen und Nektar und leisten damit die für uns und die Natur so wertvolle Bestäubungsarbeit. Sie besitzen essentielle Funktionen im Naturhaushalt und stehen generell unter Artenschutz", betont Dr. Otto Boecking. Ein Umsiedeln ist oftmals kaum möglich. Der Experte sieht dazu auch keine Notwendigkeit, denn die Tiere richten keinen Schaden an und sind ungefährlich.

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Stand: 03.05.2011