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Obst und Gemüse: Verzehr in vielen europäischen Ländern zu gering

In vielen europäischen Ländern essen die Menschen nicht ausreichend Obst und Gemüse. So lautet ein Fazit der Studie "Gesundheit auf einen Blick: Europa 2010", für die statistische Daten aus den 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen, Schweiz und der Türkei ausgewertet wurden. Erfreulicherweise hat der Pro-Kopf-Verbrauch von Obst europaweit in den vergangenen Jahrzehnten von durchschnittlich 88 kg im Jahr 1980 auf 105 kg im Jahr 2007 zugenommen. Beim Gemüse ist ein leichter Anstieg von 102 auf 116 kg zu verzeichnen, informiert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

In vielen Ländern Zentral- und Osteuropas wie Polen, Bulgarien und Rumänien hat jeder Bürger im Jahr 2007 aber weniger als 80 kg Obst gegessen, während der Verzehr in Luxemburg und Griechenland mit über 160 kg doppelt so hoch war. In Mittelmeerländern wie Griechenland, Türkei, Spanien und Italien essen die Menschen mit 150-240 kg im Jahr am meisten Gemüse. Im Norden und

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Osten Europas kommen diese Lebensmittelgruppen nicht so häufig auf den Tisch. Wer bereits in frühen Jahren viel Obst und Gemüse verzehrt, wird diese Essgewohnheiten vermutlich auch im späteren Leben beibehalten. In den Jahren 2005 und 2006 haben bei den 11- bis 15-Jährigen aber nur 1/3 der Jungen und 2/5 der Mädchen mindestens ein Stück Obst pro Tag verzehrt. Ernährungsexperten empfehlen, täglich zwei Portionen Obst (250 g) und drei Portionen Gemüse (400 g) zu essen.

Heike Kreutz, aid

Stand: 21.04.2011