Hintergrundinfo

Fisch: Regelmäßiger Konsum schützt offenbar vor Augenerkrankung im Alter

Wer regelmäßig Fisch isst und damit reichlich Omega-3-Fettsäuren aufnimmt, kann die Augen möglicherweise vor einer altersbedingten Netzhauterkrankung, der Makuladegeneration, schützen. Die Fettsäuren sind vor allem in Kaltwasserfischen wie Thunfisch, Makrele und Lachs enthalten. So lautet das Fazit einer US-amerikanischen Studie mit rund 38.000 Teilnehmerinnen. Die Frauen waren zu Beginn der Untersuchung durchschnittlich 55 Jahre alt und machten in Fragebögen Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten.

Anhand dieser Daten berechneten die Wissenschaftler die aufgenommene Menge an bestimmten Omega-3-Fettsäuren, die vor allem in fetterem Fisch enthalten sind. Im Laufe der folgenden zehn Jahre wurde in 235 Fällen eine Makuladegeneration diagnostiziert. Wer mindestens eine Portion Fisch in der Woche verzehrte, hatte ein um 42 % geringeres Erkrankungsrisiko als diejenigen, die weniger als eine Portion im Monat aßen. Die Forscher führen den positiven Effekt unter anderem auf die entzündungshemmende Wirkung der Omega-3-Fettsäuren zurück. Die Makula, auch gelber Fleck genannt, ist ein kleines Areal auf der Netzhaut und ermöglicht das scharfe Sehen. Die Rückbildung dieses Bereiches kann schließlich zur Erblindung führen. Ernährungswissenschaftler empfehlen 1-2 Fischmahlzeiten in der Woche. Eine Portion entspricht 150-200 g Filet oder 250-300 g ganzer Fisch.

aid infodienst

Stand: 07.04.2011