Hintergrundinfo

Deutschland: Produktion von Geflügelfleisch erreicht Rekordwert

Deutsche Landwirte produzieren immer mehr Geflügelfleisch. Im Jahr 2010 wurden knapp 1,6 Mio. t erzeugt - 9 % mehr als im Vorjahr. Seit dem Jahr 2006 hat die Erzeugung sogar um ein Drittel zugelegt, meldet Marktinfo Eier und Geflügel (MEG). Ebenso ist der Pro-Kopf-Verbrauch kontinuierlich angestiegen.

Im Jahr 2010 hat jeder Bürger durchschnittlich 19,3 kg Geflügel verzehrt. Das sind 500 g mehr als im Vorjahr. Vor allem der Konsum von Hähnchen hat um 6 % auf 11,4 kg zugenommen, während der Verbrauch von Putenfleisch auf durchschnittlich 6,0 kg pro Kopf gesunken ist. In Deutschland werden genügend Tiere gemästet, um den Bedarf an Geflügelfleisch decken zu können. Der Selbstversorgungsgrad, also die Relation zwischen Verbrauch und Bruttoeigenerzeugung, lag bei 100 %. Dennoch wurden mehr als 863.000 t Geflügel importiert (plus 3 %), da gleichzeitig der Export von Geflügel an Bedeutung gewonnen hat. Im Jahr 2010 hat Deutschland über 683.000 t ins Ausland ausgeführt. Das entspricht einem Zuwachs von 12 % im Vergleich zum Vorjahr.

Heike Kreutz, aid


Stand: 07.04.2011