Tiere essen
Jonathan Safran Foer
Mit seinem Plädoyer "Tiere essen" brachte Jonathan Safran Foer das Thema Fleisch essen ins Zentrum der Gesellschaft. In einem brillanten Zusammenspiel aus Philosophie, Wissenschaft, Autobiographie und Recherchejournalismus, schafft es Foer ein komplexes Thema einfach zu erklären. Er verlangt dem Leser keine Entscheidung ab, ruft vielmehr still und leise, durch seine vorsichtige Argumentation, zu mehr Empathie und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Tieren, die wir essen, auf. Er beschreibt auf gut 200 Seiten seine Auseinandersetzung mit einem Thema, das jeden etwas angeht, aber doch keinen etwas anzugehen scheint.

Drei Jahre Recherchearbeit stehen hinter dem Bestsellerbuch aus Amerika. Foer studierte in Princeton Philosophie, lebt und arbeitet zurzeit in New York. Durch die Geburt seines Sohnes, begab er sich auf die Reise, mehr über die industrielle Tierproduktion herauszufinden. In seinem Sachroman, schreibt er auf, was er gesehen und erlebt hat. Er nimmt den Leser emotional mit auf seine Reise und lässt ihn an seinen Gedanken teilhaben. Foer überzeugt dabei nicht durch Zahlen und Fakten, sondern durch gekonnte Erzähltechnik, die den Leser mitten ins Geschehen setzt. Man erlebt dadurch mit, wie er nachts in eine Geflügelfarm einbricht, wie er in einem Berliner Aquarium über Fische nachdenkt und in Gegenwart seines Hundes über den Verzehr von Hundefleisch grübelt.

Das Buch Tiere Essen kam unzweifelhaft zur richtigen Zeit auf den Markt. Es ist ein Muss für jeden, der sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte, trotzdem aber ein exzellentes Literaturwerk für diejenigen, die auch ohne Hintergedanken ein gutes Buch suchen.

Jasmin Vettel, Umweltzentrum Hannover

Tiere essen
Jonathan Safran Foer

400 Seiten, Gebunden
ISBN 978-3-46-204044-9
19,95 Euro
Herausgeber:
Kiepenheuer & Witsch

Stand: 04.04.2011




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