Hintergrundinfo

Hell und zart aus dem Dunkeln: Bleichgemüse selbst anbauen

Es gibt einige Gemüse, die werden besser im Dunkeln kultiviert. Der Gärtner spricht in diesem Fall vom "Bleichen". Dazu stellt er die Pflanzen entweder in den Keller, häufelt sie mit Erde an oder deckt sie ab. Der Grund: Im Dunkeln bilden die Pflanzen kein Blattgrün. Dies lässt die Blätter und Sprosse hell oder vielmehr "bleich" werden. Durch das Bleichen werden aber auch weniger Bitterstoffe im Gemüse gebildet, was es milder im Geschmack macht. Diesen Effekt macht man sich vor allem bei bitterstoffreichem Gemüse wie Chicorée, Endivie oder Löwenzahn zunutze.

Eine ganze Reihe an Gemüsearten werden aber auch aus rein optischen Gründen gebleicht - so zum Beispiel Blumenkohl oder Bleichsellerie. Der Pflanzenzüchtung ist es mittlerweile gelungen, einen Großteil des Blattgrüns und der Bitterstoffe "wegzuzüchten", allerdings nicht alles und nicht bei allen Arten. Das heißt, es gibt nach wie vor Gemüsearten und -sorten, die man noch "von Hand" bleichen muss.

Jörg Planer, aid

Stand: 24.03.2011