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Schulprojekt HannoverGEN als "Ausgewählter Ort 2011" ausgezeichnet
HannoverGEN stärkt das Urteilsvermögen zum Thema Grüne Gentechnik

HANNOVER/GÖTTINGEN. Für Mensch, Natur und Wirtschaft ist unser Wald ein Glücksfall und unverzichtbar. Er ist Lebensraum, grüne Lunge und Holzproduzent zugleich. Er filtert unser Trinkwasser und speichert das Treibhausgas Kohlendioxid. Wie sind die vielfältigen und bisweilen gegenläufigen Ansprüche in Einklang zu bringen? Dieser Frage gehen über 200 Waldeigentümer, Vertreter aus Naturschutz, Jagd, Wasserwirtschaft, Holz- und Papierwirtschaft, aus Energiewirtschaft, Verkehr und Tourismus aus ganz Deutschland auf dem Fachsymposium "Forstwirtschaft im Spannungsfeld vielfältiger Ansprüche" am Donnerstag, 10. März, ab 10 Uhr in Göttingen nach. Veranstaltungsort ist die Fakultät für Geowissenschaften und Geographie (Goldschmiedestraße 5).

Der Hintergrund: 2011 begeht Niedersachsen gemeinsam mit Partnern aus aller Welt das Internationale Jahr der Wälder. "Unsere Wälder sind ein lebenswichtiges Kulturerbe. Ich erhoffe mir vom diesjährigen Symposium einen lebhaften Dialog, aber auch Gemeinsamkeiten und tragfähige Lösungsvorschläge. Naturschutz, nachhaltige Holznutzung und Erholung müssen kein Gegensatz sein, das beweisen unsere Waldbesitzer und Förster mit ihrer nachhaltigen Waldbewirtschaftung täglich vor unserer Haustür", erläutert Niedersachsens Forstminister Lindemann.

Bäume können mehrere Jahrhunderte alt werden. Angesichts neuer Risiken wie dem Klimawandel brauchen die Forstbetriebe Weitblick und Planungssicherheit für viele Jahrzehnte. "Dafür haben wir im letzten Jahr ein Positionspapier zu den vielfältigen Ansprüchen an den Wald vorgestellt und mit 36 Institutionen und Verbänden gemeinsame Lösungsansätze erarbeitet."

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen veranstaltet das Symposium. Die länderübergreifende Forschungs- und Beratungsstelle für Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein arbeitet auf wissenschaftlicher Basis und eng mit der forstlichen Praxis zusammen.

"Unsere nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft, wie wir sie in Niedersachsen praktizieren, bietet schon jetzt tragfähige Lösungen für die Themen der Zukunft an. Ich nenne: knapper werdende Energie, Rohstoffe und die Biodiversität", ist Minister Lindemann überzeugt. "Aber bei unseren Überlegungen dürfen wir nicht über die Köpfe der Waldbesitzer hinweg reden. Sie haben den Wald in vielen Jahren schließlich aufgebaut und zu dem gemacht, was er heute ist."

Stand: 09.03.2011