Hintergrundinfo

Krapfen zu Karneval:
Kleine Pfannkuchen mit Tradition

Berliner, Kräppel oder Fasnetsküchle - was wären die närrischen Tage ohne den Krapfen? Dabei haben die in Fett gebackenen Hefeteigkugeln im Karneval eine lange Tradition. In früheren Zeiten rieten die Geistlichen dem einfachen Volk, sich in Vorbereitung auf die Fastenzeit besonders energiereich zu ernähren. So wurden am "fetten Donnerstag" aus verderblichen Vorräten wie Milch, Eier und Schmalz Krapfen zubereitet, um bis Aschermittwoch noch einmal ausgiebig zu schlemmen.

Auch heutzutage sind die Siedegebäcke noch als Fastnachtsimbiss beliebt. Je nach Landstrich genießen die Narren Berliner Ballen (Ruhrgebiet), Pfannkuchen (Ostdeutschland), Krapfen (Franken, Südtirol), Fasnetsküchle (alemannischer Raum) oder Kräppel (Hessen, Westthüringen). Meist werden die faustgroßen Hefeballen mit Puderzucker überzogen und mit Konfitüre oder Pflaumenmus gefüllt. In Schwaben und Franken verfeinert man die Leckerei mit Hagebuttenmark, aber auch mit Obst bestückte Varianten wie der Apfelberliner sind beliebt. Doch der Krapfen hat es in sich: Je nach Füllung liefert er etwa 300 Kalorien und rund 10 g Fett. Wer ansonsten jedoch auf eine ausgewogene Ernährung achtet, braucht im Fasching auf das Saisongebäck nicht zu verzichten.

Heike Kreutz, aid

Stand: 01.03.2011