Hintergrundinfo

Bio in der Stadt 2011 ein voller Erfolg

Fortsetzung folgt - darüber sind sich die Akteure von Bio in der Stadt einig. Allein an den Angeboten im Kulturzentrum K4 beteiligten sich während der BioFach über 800 Nürnbergerinnen und Nürnberger. Nachhaltigkeit (er)leben, das war das Motto des dreitägigen Begleitevents für Verbraucher, der erstmalig parallel zur BioFach, Weltleitmesse für Bioprodukte, in Nürnberg stattfand. Bei Vorträgen, Film, an Infoständen und in Diskussionsrunden hatten auch Verbraucher Gelegenheit, sich im K4 zu informieren und mit Experten ins Gespräch zu kommen. Schwerpunktthemen waren dabei die praktische Anwendung ökologischer Produktionsmethoden, Ernährung sowie die Gentechnik.

Organisiert hatte die Veranstaltungsreihe das Bündnis Bio in der Stadt. Dabei hatte die NürnbergMesse die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen, damit der Event bei freiem Eintritt stattfinden konnte. Für Konzeption und Durchführung war BLUEPINGU in Kooperation mit der BioInnung verantwortlich.

Mehr als 300 Menschen kamen an den ersten beiden Tagen zu Vorträgen, Diskussionen, Film, Infoständen und Leckerem aus der Bio-Küche. Michael Braungart, Cradle to Cradle, und Benedikt Haerlin, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, begeisterten die Zuhörer mit ihren provokanten Vorträgen. In der Diskussion wurden die beiden dann noch von den Autoren Dr. Kirsten Brodde ("Saubere Sachen") und Fred Grimm ("Shopping hilft die Welt verbessern") sowie Marion Ruppaner vom Bund Naturschutz verstärkt. Einigkeit herrschte unter Experten und Publikum, dass es darum gehe, sich von einer "Misstrauenskultur" zu verabschieden und hin zu einer "Vertrauenskultur" zu finden - dazu könnten alle Menschen beitragen. Die lebhafte Diskussion an beiden Tagen zeigt: Es gibt offenbar eine schnell wachsende Schicht in der Bevölkerung, die jenseits einer "Geiz-ist-geil-Mentalität" und "Ich-Kultur" nach Möglichkeiten und Anregungen für ein ökologisches Lebensmodell sucht.

"Ökologie ist Teil des Alltags"

Am Freitag wurde dann gefeiert. "Creole"-Publikumspreisgewinner Monaco Bagage und die Lokalmatadore La Boum begeisterten das Publikum im voll besetzten Festsaal. "Ökologie und Spaß haben, das ist kein Widerspruch!", sagt BLUEPINGU-Gründer Frank Braun. Bei Biosnacks und Getränken wurde getanzt und gefeiert, und das zu Preisen auch für den kleinen Geldbeutel. Natürlich wurde aber auch an den Infoständen in den Verschnaufpausen diskutiert. "Ökologie ist nicht mehr nur das Thema einer kleinen Öko-Elite, Ökologie ist heute Teil des Alltags für Menschen aller Altersgruppen und Schichten. Das wurde auch während der Veranstaltung deutlich", freut sich Hubert Rottner von der BioInnung.

Auch im Messezentrum selbst setzte sich der Bio-in-der-Stadt-Gedanke fort. So informierten sich 30 Bürgermeister sowie 20 Schul- und Kitaleiter aus allen Teilen der Metropolregion auf der Messe und dem begleitenden Kongress über Möglichkeiten, Bio auch in der eigenen Gemeinde oder in der eigenen Einrichtung zu verwirklichen - etwa bei der Schulverpflegung, in der Mittagsbetreuung oder Gastronomie. Begleitet wurden die fränkischen Mandatsträger von italienischen Bürgermeistern des Städtenetzwerks "Città del BIO", dem Nürnberg als erste deutsche Stadt bereits 2006 beigetreten war.

Bunt ist das Essen

Im Beisein der Rathauschef- und Schulleiter-Runde konnten auf der Messe dann auch die Gewinner des Schülermalwettbewerbs gekürt werden. Dafür hatten sich hunderte von 4.-Klässlern aus Nürnberg und der Region über Wochen intensiv mit dem Thema "gesundes Essen" beschäftigt: "In einer Zeit, in welcher der Gang zur Dönerbude nach Schulschluss oder in der Pause eher die Regel als die Ausnahme ist, eine sinnvoll investierte Zeit", fand denn auch Claus Rättich, Mitglied der Geschäftsleitung NürnbergMesse. 50 von einer professionellen Jury ausgewählte Bilder waren auf der BioFach ausgestellt und zeigten vor allem eines: gesundes Essen ist bunt, abwechslungsreich - und bio.

Stand: 01.03.2011