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Dioxin-Skandal!
Verbraucherzentrale fordert die Veröffentlichung von Betriebsnummern - Eierverzehr einschränken!

Dioxinbelastetes Futter wurde im November und Dezember an über 1.000 Betriebe in verschiedenen Bundesländern abgegeben, sodass Eier mit überhöhten Dioxinrückständen in den Handel gelangten. Ob auch Geflügelfleisch betroffen ist, wird sich erst nach einigen Wochen herausstellen. Verursacher war die Firma Harles & Jentzsch aus Schleswig-Holstein, die dioxinhaltige Fettsäuren an Futtermittel-Hersteller lieferte.

Auch wenn nach Aussagen des Bundesamtes für Risikobewertung keine akute Gesundheitsgefahr besteht, sollte von dieser krebsfördernden Substanz möglich wenig aufgenommen werden, da sich dieser chlorierte Kohlenwasserstoff im Körper anreichert.

Betriebsnummern nennen:
Damit Kunden belastete Ware erkennen können, fordert die Verbraucherzentrale von den Verbraucherministerien der Länder, die Betriebsnummern der betroffenen Betriebe zu nennen. "Nach Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch wäre eine Veröffentlichung möglich, wenn ein hinreichender Verdacht vorliegt, dass die Ware nicht rechtmäßig produziert wurde und ein Interesse der Öffentlichkeit besteht", meint Lebensmittelexpertin Hedi Grunewald. Ein Rückruf der Ware reicht nach ihrer Auffassung nicht aus, da belastete Eier in den Haushalten sein könnten. Die Betriebsnummern finden Verbraucher aufgedruckt auf den Eiern unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de.

Solange diese Informationen nicht vorliegen, sollten besorgte Menschen keine Schaleneier essen und den Verzehr auf versteckte Eier wie z. B. in Kuchen, Frikadellen, Nudeln etc. beschränken.

Gegebenenfalls kann auf Bioware zurückgegriffen werden. Denn nach europäischer Ökoverordnung sind für Futter lediglich Ölkuchen*, Trester* und Pressöle als Fettträger zugelassen, aber keine isolierten Fettsäuren. Eine vollständige Sicherheit gibt es hierbei jedoch nicht, denn vor einigen Monaten waren Bio-Eier durch verunreinigten Weizen aus der Ukraine verseucht und vor sechs Jahren führte die Futteraufnahme im dioxinbelasteten Freiland zu überhöhten Dioxinwerten.


*(Rückstand beim Pressen von Früchten und Samen)

Stand: 05.01.2011