Hintergrundinfo

Mirabellen:
Kugelrunde, gelbe Früchte sorgen für süßen Genuss

(aid) - Mirabellen - auch als die gelbe Schwester der Zwetschge bezeichnet - haben derzeit Hochsaison. Die kleinen kugelrunden Früchte schmecken sehr aromatisch und sind in der Küche vielfältig einsetzbar, sei es zum Naschen, Kochen oder Backen. Mirabellen sind eine Unterart der Pflaumen und zählen damit zum Steinobst. Ursprünglich stammt die Frucht aus Klein-Asien. Heute sind Mirabellen vor allem in Lothringen (Lorraine) verbreitet. Daher stammt auch die Bezeichnung "La Reine de Lorraine", übersetzt "Die Königin Lothringens".

Je nach Klima reifen die Früchte in Mitteleuropa von Juli bis September. Geerntet wird das Obst durch Schütteln des Baumes, ein aufgespanntes Netz fängt die Mirabellen auf. Die reifen Früchte haben eine gelbe bis orange-gelbe Schale, sonnenseitig häufig mit roten Pigmenten. Das Fruchtfleisch ist fest, gelb gefärbt und löst sich gut vom Stein. Augrund ihres hohen Zuckergehalts und

© Otmar Luttmann / www.pixelio.de

intensiv süßen Geschmacks werden Mirabellen hauptsächlich zu Mirabellenbrand oder -likör verarbeitet. In der Küche eignet sich das aromatische Obst zur Herstellung von beispielsweise Marmelade oder Kuchen. Auch zu herzhaften Speisen mit Chutney, Lamm oder Garnelen passen die Früchte hervorragend. Übrigens sind Mirabellen nicht zu verwechseln mit Marillen, der in Österreich üblichen Bezeichnung für Aprikosen.

aid, Dr. Claudia Müller