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Wie schmeckt Europa Bio?
Internationale Forschungsgruppe Ecropolis trägt Ergebnisse zusammen

Pressemitteilung vom 19. April 2010

Wissenschaftler, Bio-Verbände und Naturkost-Unternehmen aus sechs europäischen Ländern treffen sich am 19. und 20. April in Berlin, um erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt Ecropolis zusammenzutragen. Seit 2009 suchen Sie nach Antworten auf die Frage, wie Europäern Bio-Lebensmittel schmecken und warum sie ihnen unterschiedlich schmecken.

Denn Geschmäcker und Vorlieben sind verschieden und gesetzliche und privatrechtliche Vorgaben für den Anbau die Herstellung beeinflussen den Charakter eines Lebensmittels. Inzwischen haben in den beteiligten Ländern Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen und Schweiz Verbraucher Produkte probiert. Forscher haben Geruch, Geschmack und Aussehen von Bio-Lebensmitteln in sensorische Profile übersetzt. Was dabei bisher herausgekommen ist, wird nun in Berlin präsentiert.

Im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes Ecropolis soll eine "Geschmackslandkarte" entstehen, die veranschaulicht, welche Eigenschaften von Bioprodukten bei Konsumenten in den beteiligten Ländern besonders hoch im Kurs stehen. Dabei werden Milchprodukte, Backwaren, Fleischprodukte, Öle, Tomatenprodukte und Äpfel genau unter die Lupe genommen. Was Verbraucher von einem Bio-Produkt erwarten, mündet anschließend in Empfehlungen für die Produktentwicklung und das Marketing von Naturkost-Herstellern. Die Untersuchungs-Ergebnisse werden in einer interaktiven Online-Datenbank mit dem Namen OSIS (Organic Sensory Information System) zusammengeführt und der Öffentlichkeit im Internet (www.ecropolis.eu) präsentiert.

Das Projekt wurde vom BNN Herstellung und Handel e.V. zusammen mit dem Sensoriklabor des Technologie-Transfer-Zentrums (ttz) in Bremerhaven und der Universität Göttingen initiiert und wird mit Mitteln aus dem Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert. Die Koordination hat das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz übernommen.