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CeBIT 2010: Mit Grüner IT das Klima und Ressourcen schützen
Ökologisches Design, längere Nutzung und hochwertiges Recycling sind der Schlüssel zum Erfolg

Vom 2. bis zum 6. März 2010 informiert das Umweltbundesamt (UBA) auf der Computermesse CeBIT in Hannover zur grünen Informations- und Kommunikationstechnik, kurz "Green IT". Am Stand in Halle 8 erleben Besucherinnen und Besucher, welche Umweltbelastungen Computer und Co. verursachen und wie sich diese senken lassen. Ein Beispiel: Die Produktion eines neuen Laptops benötigt im Schnitt rund 900 Kilo Rohstoffe und Materialien, fast 4.000 Liter Wasser und verursacht zudem gut 600 Kilo Kohlendioxid (gerechnet in CO2-Äquivalente). Die kleinen elektronischen Helfer sind also ökologisch gesehen wahre Schwergewichte. Wichtig ist daher - neben der umweltgerechten Gestaltung - ein qualitativ hochwertiges Recycling. Wie das fachmännisch geht, zeigt das UBA in Kooperation mit Wiederverwertungs-Fachleuten der Fujitsu Technology Solutions GmbH anhand einer Live-Recycling-Strecke für Laptops und TFT-Monitore.

Jährlich fallen in Deutschland rund 600.000 Tonnen Elektro- und Elektronikschrott an. In den Schrottbergen lagern wahre Schätze: Neben Gold und Platin viele andere seltene Metalle, die für eine zukünftige Nutzung gesichert werden müssen, weil sie immer knapper und damit teurer werden. Beispielsweise das Metall Indium, bei dem Fachleute davon ausgehen, dass es nur noch bis ins Jahr 2035 zu wirtschaftlichen Bedingungen förderbar sein wird. Welche anderen wichtigen Rohstoffe (vor allem Metalle) in einen Laptop stecken und wie lange die globalen Vorräte reichen, zeigt das UBA am Stand in einer interaktiven Weltkarte.

In den Müllbergen steckt auch ein riesiges Potenzial noch funktionsfähiger Informations- und Kommunikationstechnik (ITK). Das UBA setzt sich daher neben dem ordnungsgemäßen Recycling für eine möglichst lange Nutzung der Geräte ein. Durch Marktanreize sollen die Geräte ein "Second life" bekommen.

Green IT fängt aber schon bei der Gestaltung von Produkten der IKT an: Hier sind Hersteller gefragt, die innovative Produkte für mehr Energieeffizienz und Ressourcenschutz anbieten. Wer hier klare Orientierung über das aktuelle Angebot erhalten will, kommt an Produkten mit dem Umweltzeichen Blauer Engel nicht vorbei. Das Umweltbundesamt zeigt, welche Leistungsmerkmale Computer und Co. erfüllen müssen, um den Blauen Engel zu erhalten.

Neben einer besseren Umweltverträglichkeit der IKT selbst, können IKT-Anwendungen ein wichtiger Schlüsselfaktor für mehr Klima- und Ressourcenschutz sein - etwa bei der Steuerung des Straßenverkehrs oder beim Einspeisen von Energie in das Netz.

Um den Dialog über die besten Lösungsansätze einer Green IT weiter voranzubringen, unterstützt das Umweltbundesamt in Kooperation mit Bundesumweltministerium und BITKOM e. V. eine Vielzahl von Veranstaltungen im Rahmen des Forumsprogramms der CeBIT Green IT. Um Perspektiven und Potenziale eines "Green durch IT" als wichtigen Zukunftsmarkt der IT-Branche zu beleuchten, finden auf der CeBIT Green IT zwei wichtige Veranstaltungen unter Beteiligung des Umweltbundesamt statt:

Mittwoch, 3. März 2010, Halle 8: Fachkonferenz des Umweltbundesamtes unter dem Titel "Green IT - Future Trends in Applications" (in englischer Sprache)
(Informationen dazu finden Sie hier.)

Donnerstag, 4. März 2010, Halle 8: Fachveranstaltung "ICT Remarketing&Recycling - Renewed Products for a Sustainable Economy"

Freitag, 5. März 2010, Halle 8: 4. Jahreskonferenz von Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt und BITKOM e. V. zu "Perspektiven: Green durch IT".
(Information finden Sie hier.)

Den Stand des Umweltbundesamtes finden Sie auf der CeBIT 2010 vom 2. bis 6. März in Hannover (Messegelände) in Halle 8.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Broschüre "Computer, Internet und Co. - Geld sparen und Klima schützen" steht zum kostenlosen Download bereit.