Bio-Hannover Event
 
Titel der Veranstaltung:
Grüne Gentechnik - Genehmigungsverfahren im Bereich von Schutzgebieten
Zeit und Ort: 22.11.2006 - ab 10:00 Uhr, D-29640 Schneverdingen (Tagung)
Anschrift:Camp Reinsehlen
Inhalt:
In der Novelle des Gentechnikgesetzes wird der Schutz ökologisch sensibler Gebiete, auch der zum Netz NATURA 2000 gehörenden Schutzgebiete, künftig den Regelungen des Naturschutzes unterworfen. Anträge auf Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) durch die Landwirtschaft in diesen Gebieten oder in deren Nähe sind also durch die Naturschutzbehörden zu prüfen.
In der Praxis sind die meisten Freisetzungsanträge im Hinblick auf die Belange des Naturschutzes und der Vorsorgepflicht für die biologische Vielfalt oft strittig. Es fehlt häufig an der notwendigen Transparenz bzw. Information beim Anbau von "Genpflanzen".
Welche Wirkungen von GVP sind im Hinblick auf Schutzgebiete zu prüfen? Lassen sich Naturschutzgebiete bzw. ökologisch sensible Bereiche frei von Gentechnik halten? Gibt es neuere Untersuchungsergebnisse, die entsprechende Prüfdaten liefern können? Wie ist die Problematik der Öffentlichkeit näher zu bringen?
In der Veranstaltung erhalten Sie Informationen zum aktuellen Entwicklungsstand und diskutieren mit Fachleuten über Fragen der Umsetzung.

Leitung
Dr. Renate Strohschneider, NNA

Teilnahmegebühr
65,- €

Teilnehmerkreis
Multiplikatoren aus Naturschutz- und Landwirtschaftsverwaltungen und - verbänden, betroffenen Fachressorts, Fachpresse, Politik, sowie alle, die sich mit den Thema auseinandersetzen wollen


Programm


Mittwoch, 22. November


bis 10.00 Uhr
Anreise

10.10 Uhr
Begrüßung und Einführung

10.15 Uhr
Grüne Gentechnik - aktuelle Situation
N.N., Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, BVL, Berlin

11.00 Uhr
Grüne Gentechnik und ökologisch sensible Gebiete - Einschätzung aus Sicht des Naturschutzes
Dr. Matthias Otto, FG Bewertung von GVO, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn

11.45 Uhr
Pause

12.00 Uhr
Entwicklung eines Bewertungsverfahrens für ökologische Schäden durch GVP
Dipl.-Ing. Robert Bartz, Institut für Ökologie, TU Berlin

12.45 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Methodenstandards für ein Monitoring von GVP
Dr. Wiebke Züghart, FG Monitoring, BfN, Bonn

14.45 Uhr
Risikobewertung und Risikomanagement von GVP
Prof. Dr. Hans-Jörg Buhk, Leiter Referatsgruppe Gentechnik, BVL, Berlin

15.30 Uhr
Pause

16.00 Uhr
Die Umweltrisikoprüfung transgener Pflanzen - Schutzfunktion für Schutzgebiete?
Dr. Matthias Otto, BfN, Bonn

16.45 Uhr
Wirksamkeit von Abstandsregelungen für den Anbau von GVP im Umfeld von Schutzgebieten
Dr. Hauke Reuter, Abt. Allgemeine und Theoretische Ökologie, Universität Bremen

17.30 Uhr
Ansätze zum Schutz vor GVP-Anbau in Schutzgebieten
Jörg Liesen, Verband Deutscher Naturparke, Bonn

18.30 Uhr
Abendessen

19.30 Uhr
Diskussion, anschließend gemütliches Beisammensein


Donnerstag, 23. November

09.00 Uhr
Regelungen in Schutzgebietsverordnungen mit Bezug zur Nutzung von GVP
Ruth Brauner, Biologin und Mediatorin, Freiburg

10.00 Uhr
Gentechnikfreie Regionen in Deutschland - Stand der Dinge
Annemarie Volling, Koordination Gentechnikfreie Regionen in Deutschland c/o Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft AbL, Lüneburg

10.45 Uhr
Pause

11.00 Uhr
Rechtliche Situation gentechnik-freier Regionen
Dr. jur. Christoph Palme, Institut für Naturschutzrecht Tübingen

11.45 Uhr
Gentechnikfreie Regionen - Erfahrungen der Akteure:
Gentechnikfreie Region Spreewald
Michael Petschick, Biosphärenreservatsverwaltung Spreewald, Lübbenau

12.15 Uhr
Gentechnikfreie Region Seeburg/ Landolfshausen/Waake
Eberhard Prunzel-Ulrich, Käsehof Landolfshausen

12.45 Uhr
Schlussdiskussion

ca. 13.15 Uhr
Ende der Veranstaltung


Damit wir alles gut vorbereiten können, melden Sie sich bitte möglichst bis zum 06.11.2006 für die Veranstaltung an.

Veranstalter: NNA Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz, Camp Reinsehlen, 29640 Schneverdingen
Tel.: 05198/ 9890- 76
E-Mail: barbara.schultz@nna.niedersachsen.de
www.nna.de


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